Effekte

Die folgenden Ausstellungen und kulturellen Projekte der Staatlichen Museen zu Berlin wurden ganz oder teilweise durch Museum&Location finanziert:

2011

Marcel Duchamp. Belle Haleine: Eau de Voilette, 1921
Neue Nationalgalerie 27.01.2011 - 30.01.2011
Für nur 72 Stunden präsentierte die Nationalgalerie Marcel Duchamps legendären Parfumflakon "Belle Haleine: Eau de Voilette" aus dem Jahr 1921. Es ist das einzige erhalten gebliebene 'assisted Readymade' des Künstlers, ein industriell gefertigtes Massenprodukt, das gestalterisch modifiziert wurde. Duchamp verwendete einen Parfumflakon der Pariser Firma Rigaud und versah diesen mit einem gemeinsam mit Man Ray entworfenen Etikett, auf dem der Künstler in Gestalt seines weiblichen Alter Ego, Rrose Sélavy, zu sehen ist.



2010

Verlust und Wiederkehr. Verlorene und zurückgewonnene Werke der Nationalgalerie
Alte Nationalgalerie 10.12.2010 - 06.03.2011
Einige der zahlreichen Werke, die im Laufe des Zweiten Weltkriegs aus der Samm­lung der Nationalgalerie verloren gingen, tauchten in der jüngeren Vergangenheit überraschend im Kunsthandel wieder auf und konnten zurück­gewonnen werden. Die heimgekehrten Gemälde wurden im Rahmen einer Kabinettausstellung präsentiert, ergänzt um einen dokumentarischen Teil mit Bestandslisten, Auslagerungslisten, Leihvorgänge mit Institutionen und Vorkriegs-Fotos aus den Archivbeständen der Staatlichen Museen zu Berlin.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Fotos: Andres Kilger



Goldgiganten. Großes Gold in der Münze und Medaille
Bode-Museum, Münzkabinett 09.12.2010 - 13.03.2011
Die Münzkabinette der Staatlichen Museen zu Berlin und des Kunsthistorischen Museums Wien zeigten in dieser gemeinsamen Ausstellung zum Thema Gold nicht einfach nur Münzen und Medaillen aus Gold, sondern vor allem wahre "Goldgiganten": außergewöhnlich große und schwere Goldprägungen von der Antike bis zur Gegen­wart. Ein besonderes Highlight waren die beiden größten und schwersten Goldmünzen der Welt: "Big Phil" (Österreich, 100.000 Euro, 30 Kilo Gold) und "One Million" (Kanada, 1 Million Dollar 2007, 100 Kilo Gold).

       
© Staatlichen Museen zu Berlin, Münzkabinett



Wegbereiter der Ägyptologie. Carl Richard Lepsius. 1810-1884
Neues Museum, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung 03.12.2010 - 20.03.2011
Anlässlich des 200. Geburtstages von Carl Richard Lepsius würdigte eine integrierte Sonderausstellung diesen bedeutenden Ägyptologen als Universalgelehrten, Expedi­tionsleiter sowie Museumsgestalter. Lepsius beschäftigte sich nicht nur mit dem ägyp­tischen Schriftsystem, sondern bereiste als Leiter der von König Friedrich Wilhelm IV. ausgesandten Expedition (1842-45) die Länder Ägypten und Nubien. Anschließend entwarf er für die von dieser Reise mitgebrachten Objekte ein beeindruckendes Bild­programm für Wände und Decken im Neuen Museum.

       
© bpk/Staatliche Museen zu Berlin; Fotos links/mitte: Jürgen Liepe, Foto rechts: Ernst Milster



Hommage an Caravaggio 1610/2010
Kulturforum Potsdamer Platz, Gemäldegalerie 12.11.2010 - 01.05.2011
Anlässlich des 400. Todestages Caravaggios präsentierten die Staatlichen Museen zu Berlin und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten die zwei einzigen Gemälde Caravaggios in deutschen Sammlungen erstmals gemeinsam, den "Amor als Sieger" der Gemäldegalerie und den "Ungläubigen Thomas" der Bildergalerie von Schloss Sanssouci. Ergänzt wurde die Ausstellung durch weitere Leihgaben, darunter den "Johannesknaben" der Pinacoteca Capitolina in Rom, und Bilder der Utrechter Caravaggisten, Gemälde von Caravaggios italienischen Zeitgenossen sowie Werke von Peter Paul Rubens und Rembrandt.

   
© links: Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jörg P. Anders;
    rechts: bpk/Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Foto: Gerhard Murza




Der Berliner Skulpturenfund. "Entartete Kunst" im Bombenschutt
Neues Museum 09.11.2010 - bis auf weiteres
Bei archäologischen Grabungen im Jahr 2010 in der historischen Mitte Berlins wurden elf Skulpturen der Klassischen Moderne geborgen. Dieser spektakuläre Fund wirft ein neues Licht auf den Verbleib der Kunstwerke, die im Rahmen der nationalsozialis­ti­schen Beschlagnahmeaktion "Entartete Kunst" den Museen entzogen wurden und bis zu diesem Zeitpunkt als verschollen galten. Unter den Grabungsfunden, die nun im Neuen Museum gezeigt werden, befinden sich Skulpturen von Gustav Heinrich Wolff, Otto Baum, Otto Freundlich, Karl Knappe, Marg Moll, Emy Roeder, Edwin Scharff und Naum Slutzky.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, die jeweils rechten Fotos: Achim Kleuker, Berlin



Moderne Zeiten und "Entartete Kunst"
Neue Nationalgalerie
Anlässlich der Ausstellung "Moderne Zeiten. Die Sammlung. 1900-1945. Neue National­galerie" fand eine Vortragsreihe statt, die sich mit "Entarteter Kunst" in Bezug auf die Nationalgalerie befasste. Die Veranstaltungen fanden in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle "Entartete Kunst" an der Freien Universität Berlin statt.
- 07.10.2010
  Die "Große Kniende" von Wilhelm Lehmbruck in der Nationalgalerie
- 18.11.2010
  Gesteuerte Sammlungspolitik? Erwerbungspraxis der Nationalgalerie 1933 - 1945
- 02.12.2010
  Lotte Laserstein. Eine wiederentdeckte Realistin der Weimarer Republik
- 16.12.2010
  Das unerwünschte Erbe. Zum Umgang mit der Moderne in Ostberlin nach 1945
- 13.01.2011
  Renée Sintenis. Eine Berliner Bohemienne
- 24.02.2011
  Kunst am Pranger - die Moderne im Nationalsozialismus
- 03.03.2011
  Paul Klee und die "Entartete Kunst"
- 28.04.2011
  Der Reichsmarschall und sein Teppichhändler



Kinderfest "Farben-Reich Gemäldegalerie"
Kulturforum Potsdamer Platz, Gemäldegalerie 03.10.2010
Zum vierten Mal veranstalteten die Staatlichen Museen zu Berlin zusammen mit dem Kaiser-Friedrich-Museums-Verein das Kinderfest. In Anlehnung an das Logo mit den vier Farben Grün, Gelb, Rot und Blau stand in diesem Jahr das "Farben-Reich Ge­mäl­de­galerie" im Mittelpunkt. Anhand der einzigartigen Originale der Sammlung zeigten zahlreiche Führungen die bunte Vielfalt der Farben und Formen in den verschiedenen Kunstepochen und -regionen. Das künstlerische Begleitprogramm und die Bastel­straße boten wieder Abwechslung und luden zum Mitmachen ein.

           
© außen: Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Jörg P. Anders; innen: Fotos: Frank Nürnberger (www.franknuernberger.de)



Schätze des Glaubens. Meisterwerke aus dem Dom-Museum Hildesheim
und dem Kunstgewerbemuseum Berlin zu Gast im Bode-Museum

Bode-Museum 30.09.2010 - 30.09.2012
In einer einzigartigen Ausstellung werden anlässlich der Umbauarbeiten im Kunst­ge­werbe­museum der Staatlichen Museen zu Berlin und im Dom-Museum Hildesheim die schönsten Schätze mittelalterlicher Kirchenkunst aus beiden Sammlungen gemein­sam im Bode-Museum präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die Hauptwerke aus dem Welfen­schatz, aus dem einstigen Kirchenschatz des Stiftes St. Blasius in Braunschweig sowie aus dem Hildesheimer Domschatz, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links: Fotostudio Bartsch, Foto rechts: Antje Voigt



Karl Friedrich Schinkel. Die Italienische Reise 1803-1805
Alte Nationalgalerie 28.09.2010 - 28.11.2010
Im Frühjahr 1803 brach Karl Friedrich Schinkel mit seinem Freund und Kollegen Johann Gottfried Steinmeyer zu seiner ersten Italienreise auf. Er durchstreifte dabei ganz Italien von Triest im Norden bis Sizilien im Süden und hielt seine Eindrücke in Aquarellen, Gouachen und Zeichnungen fest. Diese dienten ihm höchstwahrscheinlich auch als Inspirationsquelle für seine späteren Geschichtsbilder. Die Ausstellung gab einen ersten Einblick in die Forschungsergebnisse des Projekts des Berliner Kupfer­stichkabinetts "Das Erbe Schinkels".

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Jörg P. Anders



Willem de Rooij. Intolerance
Neue Nationalgalerie 18.09.2010 - 02.01.2011
Der renommierte niederländische Künstler Willem de Rooij gestaltete eigens für die Neue Nationalgalerie die Arbeit "Intolerance", die sich aus einer temporären In­stal­la­tion und einer dreibändigen Publikation zusammensetzte. Im Sinne der Appropriation Art verwendete er bereits vorhandene Kunstwerke und kombinierte sie zu einer eige­nen künstlerischen Arbeit. Die Installation konfrontierte Gemälde des nieder­län­di­schen Malers Melchior d'Hondecoeter (1636-1695) mit hawaiianischen zeremoniellen Objekten aus dem 18. Jahrhundert.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links: Jörg P. Anders, Foto rechts: Claudia Obrocki



93 Buddhas schreiben. Oliver Siebeck
Museen Dahlem, Museum für Asiatische Kunst 27.08.2010 - 14.11.2010
Oliver Siebeck ließ sich für sein Kunstwerk von einer buddhistischen Stele aus der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst inspirieren. Diese Stele aus dem China des 10. Jahrhunderts zeigt, auf zwei Seiten, 7 mal 5 und 8 mal 7 Buddhafiguren, von jeweils einer einzelnen Figur gekrönt. Indem Siebeck die Buchstaben B, U, D, D, H und A in unterschiedlichen Reihungen in Maschinenschrift übereinander setzte, über­trug er dies auf seine minimalistischen Blätter, so dass sie ein graphisches Raster ergaben.

 
© links: Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jürgen Liepe; rechts: Oliver Siebeck



Manuell - Maschinell.
Gläser des 19. Jahrhunderts aus den Magazinen des Kunstgewerbemuseums

Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstgewerbemuseum 01.07.2010 - 19.09.2010
Die Ausstellung präsentierte klassizistische Urnenpokale der Napoleon-Zeit, zart be­malte Gläser des Biedermeier, reich geschliffene Service-Teile, Gefäße in ungewöhn­lichen Farben und Formen sowie schlichte modern wirkende Trinkgläser. All diese Beispiele für die Veredelung von Hohlgläsern im 19. Jahrhundert entstanden vor allem als Andenken an Personen, Reisen oder politische Ereignisse.

       
© Staatliche Museen zu Berlin; Fotos außen: Arne Psille, Foto mitte: Saturia Linke



Georg Schweinfurth. Pionier der Textilarchäologie und Afrikaforscher
Bode-Museum, Museum für Byzantinische Kunst 26.06.2010 - 19.06.2011
Der Afrikaforscher Georg Schweinfurth fand bei Ausgrabungen in Arsinoe von 1884 bis 1886 spätantike Textilien. Ein Teil dieser rund 450 Gewebefragmente, voll­stän­di­gen Kleidungsstücke, Decken, Kissen und Kopfbedeckungen wurde in dieser Aus­stel­lung präsentiert. Ergänzend wurde das Leben Georg Schweinfurths anhand von Hand­schriften, Zeichnungen und gedruckten Büchern der Staatsbibliothek dargestellt.


© Staatliche Museen zu Berlin



Göttliches Walten und Irdisches Glück. Volkstümliche chinesische Drucke
Museen Dahlem, Museum für Asiatische Kunst 15.06.2010 - 17.10.2010
Die Ostasiatische Sammlung präsentierte eine Auswahl aus ihrem reichen Fundus chinesischer Neujahrsbilder, volkstümlicher Holzschnitte, aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Diese waren dem Museum von den Sammlern Charlotte und Gerd Wallenstein übereignet worden, die zwischen 1940 und 1947 in Tianjin lebten. Eine so umfangreiche Sammlung der als Gebrauchskunst geltenden und regelmäßig ersetzten Neujahrsbilder ist sehr selten und ermöglichte einen spannenden Einblick in die tra­di­tionelle chinesische Alltagskultur.


© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jürgen Liepe



Ein neuer Blick. Architekturfotografie aus den Staatlichen Museen zu Berlin
Museum für Fotografie 27.05.2010 - 05.09.2010
Anlässlich der Wiedereröffnung des restaurierten Kaisersaals zeigte die Kunst­bi­blio­thek im Museum für Fotografie bis dahin verborgene Schätze der Architektur­foto­gra­fie aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin. Vom Beginn der Foto­gra­fie bis ins 21. Jahrhundert präsentierte die Ausstellung verschiedenste Architektur­motive, darunter Aufnahmen von Bambushütten (Ethnologisches Museum), Tempeln (Ägyptisches Museum & Papyrus­sammlung) und Moscheen (Museum für Islamische Kunst) sowie Architekturfotografien der klassischen Moderne (Kunstbibliothek).

       
© Staatliche Museen zu Berlin



Typologie der Museumsarchitektur. Ideen für eine Erweiterung des Bode-Museums
Bode-Museum 22.04.2010 - 12.09.2010
Die Ausstellung präsentierte acht Projekte von Studenten der School of Architecture der Fachhochschule Potsdam. Nach einem Seminar über die Entwicklung und Typo­lo­gie der Museumsarchitektur entwickelten die Studenten Entwürfe für eine Erweiterung des Bode-Museums auf der Fläche der Museumshöfe an der gegenüberliegenden Seite des Kupfergrabens. Die Entwürfe berücksichtigten die baulichen Gegebenheiten des Bode-Museums und übertrugen sie in unterschiedlicher Weise in eine moderne Formsprache.



Präsentation und Interpretation. Kunstgewerbemuseen im Wandel
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstgewerbemuseum 18.02.2010
Das Symposium anlässlich der Verabschiedung von Frau Dr. Angela Schönberger,
der Direktorin des Kunstgewerbemuseums Berlin, befasste sich mit der musealen Ausstellung von Kunstgewerbe, Mode und Design. Es wurden Konzepte, Erfahrungen und Standpunkte von Kuratoren erörtert und bestehende Sammlungs­präsentationen in verschiedenen europäischen Museen diskutiert, so auch der geplante Umbau des Kunstgewerbemuseums Berlin durch das Architektenbüro Kuehn Malvezzi zugunsten einer Fokussierung auf die Modesammlung.



Kulturbilder aus China. 100 Jahre deutsche Sinologie
Museen Dahlem, Museum für Asiatische Kunst 15.01.2010 - 24.05.2010
Die Ausstellung war dem Leben und Werk von Otto Franke (1863-1946) gewidmet, der 1910 am Hamburger Kolonialinstitut den ersten deutschen Lehrstuhl für Sprachen und Geschichte Ostasiens (Sinologie) leitete. Er kannte China aus eigener Erfahrung von seiner Tätigkeit im Dolmetscherdienst des Auswärtigen Amtes. Neben seinem Lebensweg präsentierte die Ausstellung eine Auswahl der von Otto Franke als Kultur­bilder bezeichneten chinesischen Malereien, die vielfältige Motive des chinesischen Alltagslebens zeigen und mit erläuternden Texten versehen sind.

   
© Sammlung Otto Franke, Privatbesitz



Layers of Islamic Art and the Museum Context
Pergamonmuseum, Museum für Islamische Kunst 13.01.2010 - 16.01.2010
In dem Workshop beschäftigten sich internationale Wissenschaftler und Museums­kuratoren mit einer möglichen Neukonzeption des Museums für Islamische Kunst und allgemein mit der Bedeutung und den Aufgaben Islamischer Kunst und Archäologie in der heutigen Zeit. Neuere Forschungen heben die soziale und geographische Vielfalt muslimischer Kulturen hervor und setzen sie in einen globalen Zusammenhang. Dies hat Folgen für die museale Präsentation und somit auf das Bild des Islams in der Öffentlichkeit.

   
© Staatliche Museen zu Berlin; Foto links: Arne Psille, Foto rechts: Hans Kräftner



2009


Kunst um Humboldt. Reisestudien aus Mittel- und Südamerika
Kulturforum Potsdamer Platz, Kupferstichkabinett 13.11.2009 - 11.04.2010
Alexander von Humboldt ermutigte Johann Moritz Rugendas, Ferdinand Bellermann und Eduard Hildebrandt, denen diese Ausstellung gewidmet wurde, ausgedehnte Reisen durch Lateinamerika zu unternehmen und vor Ort Reiseskizzen und Natur­studien anzufertigen, die neben Flora und Fauna auch die Sitten und Gebräuchen der Länder darstellten. In der Ausstellung wurden erstmals Werke von Rugendas Auf­ent­halt in Mexiko (1831 - 1834), von Bellermanns Aufenthalt in Venezuela (1842 - 1845) und Hildebrandts erster Brasilienreise (1844) gemeinsam gezeigt.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links und rechts: Jörg P. Anders; Foto mitte: Volker-H. Schneider



Tropical Arcadia. Frühe Fotografie in Ceylon
Museen Dahlem 05.11.2009 - 30.05.2010
Anhand einer Auswahl seltener Vintage Prints des ausgehenden 19. Jahrhunderts dokumentierte die Ausstellung das hohe Niveau kolonialzeitlicher Fotografie aus Britisch-Ceylon. Das tropische Paradies inspirierte namhafte Fotografen zu pitto­res­ken Landschaftsaufnahmen, Pflanzenporträts und Früchte-Stillleben. Ihr Interesse an dem arkadisch anmutenden Ceylon mit seiner prachtvollen Flora wurde durch Reise­berichte, wie jenen des Prinzen Waldemar von Preußen, geweckt.


© Staatliche Museen zu Berlin



Kindertag. Kunst bewegt Kinder
Bode-Museum 11.10.2009
Nach den erfolgreichen Kinderfesten "Zeitreise" im Jahr 2007 und "Himmel und Hölle" im Jahr 2008 in der Gemäldegalerie am Kulturforum fand 2009 der Kindertag "Kunst bewegt Kinder" in der Skulpturensammlung des Bode-Museum auf der Museumsinsel statt. Er beschäftigte sich mit Skulpturen in Bewegung und mit der Frage, wie Künstler ihre Figuren zum Leben erweckten. Führungen, Musik, Theater, Tanz und eigene krea­tive Betätigung sollten zum Entdecken einladen und Kunst für Kinder auf spielerische Weise erfahrbar machen.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links: Antje Voigt, Foto mitte: Uli Klose, Foto rechts: Jörg P. Anders



Das Neue Museum, Berlin. Der Bauzustand um 1990. Fotografien von Andres Kilger
Alte Nationalgalerie 10.10.2009 - 28.02.2010
Andres Kilgers Schwarzweiß-Fotografien des Neuen Museums aus den Jahren 1989/90 zeigen die verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, aber auch die fragile Schönheit der erhaltenen Originalsubstanz. Die aus verschiedenen Perspektiven doku­mentierte Architektur präsentiert sich in einem Spiel aus Licht und Schatten. Die Alte Nationalgalerie zeigte die Fotografien in einer Kabinettausstellung anlässlich der Wie­der­eröffnung des Neuen Museums im Oktober 2009.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Andres Kilger



Carl Gustav Carus. Natur und Idee
Alte Nationalgalerie 09.10.2009 - 10.01.2010
Carl Gustav Carus war Universalist: Mediziner, Maler, Philosoph und Natur­wis­sen­schaft­ler. Er stand in regem Austausch mit namhaften Zeitgenossen wie Alexander von Humboldt, Johann Wolfgang von Goethe und Caspar David Friedrich. Die Aus­stel­lung präsentierte Carus' Lebenswerk und verdeutlichte seine besondere Bedeutung für Kunst und Wissenschaft. Neben Gemälden, Zeichnungen und Schriften von Carus sowie Kunstwerken von Caspar David Friedrich und Johan Christian Dahl wurden naturkundliche und anthropologische Exponate, medizinische Geräte und ana­to­mische Präparate ausgestellt.

   
© links: Verein der Freunde der Nationalgalerie; rechts: Staatsbibliothek zu Berlin



Die Kunst ist super!
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 05.09.2009 - 14.02.2010
Unter dem Titel "Die Kunst ist super!" präsentierte der Hamburger Bahnhof seine neu geordnete Sammlung. Die Werke der Nationalgalerie, der Sammlung Marx und der Friedrich Christian Flick Collection zeigten sich in neuen überraschenden Konstel­la­tionen, ergänzt durch Leihgaben und eigens für die Räume des Museums konzipierte Kunstwerke. In der Ausstellung vertreten waren Künstler wie Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Cy Twombly, Nam June Paik, Andy Warhol, Isa Genzken, Martin Kippenberger und Wolfgang Tillmans.


© Staatliche Museen zu Berlin



Begegnungen in Surrealen Welten - Leben trifft Werk
Sammlung Scharf-Gerstenberg
Unter dem Motto "Begegnungen in Surrealen Welten" sollen jeden letzten Mittwoch im Monat die fantastischen Werke der Sammlung Scharf-Gerstenberg auf Medien wie Film, Musik und Lesungen treffen. Im Juli, August und September wurden Führungen zur Kunst von Magritte, Ernst und Dali kombiniert mit Vorführungen von Filmen im Sahuré-Saal über oder von den Künstlern.
- 29.07.2009 "Max Ernst. Mein Vagabundieren - Meine Unruhe"
  (D 1991, Regie: Peter Schamoni)
- 26.08.2009 "Monsieur René Magritte - Dokumentarfilm"
  (BRD/F 1978, Regie: Adrian Maben)
- 30.09.2009 "L'Âge D'Or - Das Goldene Zeitalter"
  (F 1930, Regie: Luis Buñuel, Drehbuch: Salvador Dalí)



Kindheit am Nil
Bode-Museum, Museum für Byzantinische Kunst 10.07.2009 - 06.06.2010
Die Ausstellung veranschaulichte die Lebenswelt der Kinder im spätantiken Ägypten (3. Jh. v. Chr. - 8. Jh. n. Chr). Neben Bekleidung wie Kindertuniken, Kinderschuhe oder eine Puppentunika wurden auch Darstellungen von Kindern auf den Ornament­besätzen von Textilien und Kinderspielzeug wie Rassel, Holzpferdchen, Ball und Bein­püppchen gezeigt. Dass diese Gegenstände aus größtenteils vergänglichen orga­ni­schen Materialien noch heute erhalten sind, ist dem trockenen, heißen Wüstenklima Ägyptens zu verdanken.


© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Antje Voigt



Anders zur Welt kommen: Das Humboldt-Forum im Schloss. Ein Werkstattblick

Altes Museum 09.07.2009 - 17.01.2010
Die Staatlichen Museen zu Berlin, die Humboldt Universität zu Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin präsentierten in dieser Ausstellung ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Humboldt-Forums im wiedererrichteten Berliner Stadtschloss. Den Schwerpunkt der Ausstellung bildeten drei Themenkomplexe: Die Geschichte des Sammelns meist außereuropäischer Objekte und des Umgangs mit ihnen, die Deu­tung von Exponaten aus unterschiedlichen Perspektiven sowie die Relevanz aktueller Forschung, Technologien und Vermittlungsstrategien der beteiligten Institutionen für das Humboldt-Forum.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links: Dietrich Graf, Foto mitte: Claudia Obrocki, Foto rechts: Jürgen Liepe



Schülermedaillen der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums
Bode-Museum, Münzkabinett 02.07.2009 - 03.01.2010
Nach seiner Berufung als Direktor der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums 1907 führte Bruno Paul als eine künstlerisch-pädagogische Neuerung quer durch alle Fachrichtungen das Entwerfen von Medaillen ein. Die besten Schüler und Schülerinnen durften Medaillen entwerfen, andere wiederum wurden mit ihnen am Ende des Stu­dien­jahres geehrt. Die kleinen Erstlingskunstwerke wurden in geringer Auflage von Berliner Bronzegießereien gefertigt. Im Zeitraum von ca. 1910 bis 1942 entstanden schätzungsweise 100-150 verschiedene Medaillen, von denen das Münzkabinett in den letzten 15 Jahren ca. 60 Arbeiten erwerben konnte.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Lübke & Wiedemann



Imi Knoebel. Zu Hilfe, zu Hilfe...
Neue Nationalgalerie 23.05.2009 - 09.08.2009
Der deutsche Künstler Imi Knoebel, einer der international bekanntesten Künstler der Abstraktion, entwickelte eine Ausstellung speziell für die obere Halle der Neuen Nationalgalerie. Zu sehen war sein berühmtes Werk "Raum 19", das er erstmals 1968 schuf, als er Schüler bei Joseph Beuys war. Die Ausstellung präsentierte zudem die Skulptur "Batterie" (2005) und den Documenta-Beitrag "Zu Hilfe, zu Hilfe, sonst bin ich verloren" (1987) sowie die neue Arbeit "Potsdamer Straße 50", die das Museum selbst zum Kunstwerk umgestaltete.



Begegnungen in Surrealen Welten - Leinwand trifft Leinwand
Sammlung Scharf-Gerstenberg
Unter dem Motto "Begegnungen in Surrealen Welten" sollen jeden letzten Mittwoch im Monat die fantastischen Werke der Sammlung Scharf-Gerstenberg auf Medien wie Film, Musik und Lesungen treffen. Den Anfang unter dem Titel "Leinwand triftt Lein­wand" machten im April, Mai und Juni kurzweilige Führungen zur Kunst von Magritte, Ernst und Dali, denen die Vorführungen surreal anmutender Filme im Sahuré-Saal folgten.
- 29.04.2009 René Magritte trifft auf "Tuvalu" (D 1999, Regie: Veit Helmer)
- 27.05.2009 Max Ernst trifft auf "Eraserhead" (USA 1977, Regie: David Lynch)
- 24.06.2009 Salvador Dalí trifft auf "Der diskrete Charme der Bourgeoisie"
  (F/E 1972, Regie: Luis Buñuel)



John Flaxman und die Renaissance

Bode-Museum, Skulpturensammlung 09.04.2009 - 12.07.2009
John Flaxman (1755-1826), einer der wichtigsten Vertreter des englischen Klassi­zis­mus, wurde besonders von der italienischen Renaissance beeinflusst. Dies veran­schau­licht auch das exquisite Marmorrelief mit der Darstellung der "Anbetung der Könige", welches das Bode-Museum für ein Jahr als Leihgabe aus englischem Privat­besitz erhielt. In dieser Kabinettausstellung wurden deshalb zwei Hauptwerke der italienischen Renaissance, die "Anbetung der Könige" von Masaccio und Donatellos "Pazzi-Madonna", diesem Relief zur Seite gestellt.


© Privatsammlung, Großbritannien, Foto: Antje Voigt



kulturGUTerhalten.
Restaurierung archäologischer Schätze an den Staatlichen Museen zu Berlin

Altes Museum 27.03.2009 - 01.06.2009
Die Ausstellung befasste sich mit der Konservierung und Restaurierung von archäo­lo­gi­schem Kulturgut in den Staatlichen Museen zu Berlin. Die beteiligten Sammlungen stellten sich mit ihren Spezialgebieten und Grabungen vor. Der Bogen spannte sich von der Restaurierungsgeschichte über die historischen und modernen Analyse­me­thoden in der Naturwissenschaft bis hin zu aktuellen Projekten. Um das Gesamtbild abzurunden thematisierte ein gesonderter Bereich die Kopienherstellung von Ori­gi­na­len und die Fälschungsgeschichte.

       
© Staatliche Museen zu Berlin; Foto links: Jürgen Liepe, Foto mitte: Sandra Steiß



Die Macht des Expressiven.
Schenkung Otto van de Loo und Sammlung der Nationalgalerie

Neue Nationalgalerie 19.03.2009 - 10.05.2009
Die 1948 gegründete Künstlergruppe Cobra faszinierte den seit 1957 als Galerist und Sammler tätigen Otto van de Loo. So nahmen in seiner großzügigen Schenkung 1991 an die Nationalgalerie die Werke von Asger Jorn, Karel Appel, Constant und Pierre Alechinsky auch eine zentrale Position ein. Die Ausstellung zeigte Werke der Schen­kung im Zusammenhang mit expressionistischen Meistern der ersten Jahrhundert­hälfte aus der Sammlung der Nationalgalerie wie Edvard Munch, Max Beckmann und Wilhelm Lehmbruck ergänzt um Werke von Ernst Ludwig Kirchner, Pablo Picasso, Emil Nolde und Ernst Wilhelm Nay.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Jörg P. Anders



Forum expanded
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 07.02.2009 - 08.02.2009
Im Rahmen des "Forum expanded" während der 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) fanden auch zwei Veranstaltungen im Hamburger Bahnhof statt:
- 07.02.2009 Filmprogramm: Heinz Emigholz "Sense of Architecture" (2005-2009)
- 08.02.2009 Performance Barbara Hammer "Changing the Shape of Film:
  'Available Space' and 'Bent Time'"



Rothko / Giotto
Kulturforum Potsdamer Platz, Gemäldegalerie 06.02.2009 - 03.05.2009
Mark Rothko (1903-1970) zählte zu den Hauptvertretern des abstrakten Expressio­nis­mus. Ab den 1950er Jahren produzierte er seine "Color Field Paintings", mit denen er berühmt wurde. Zeitlebens beschäftigte sich Rothko mit philosophischen, kunsttheo­re­tischen und historiographischen Fragestellungen. Er setzte sich u. a. mit der frühen italienischen Malerei auseinander, speziell mit der Bedeutung von Giotto di Bondone (1264-1337). An Giotto interessierte Rothko insbesondere die Fähigkeit, Bildraum und Handlung über das Kolorit zu organisieren.


© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Volker-H. Schneider



Glanz des Hauses Habsburg. Die Medaillen
der römisch-deutschen Kaiser und der Kaiser von Österreich 1500 bis 1918

Bode-Museum, Münzkabinett 29.01.2009 - 01.06.2009
Das Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums Wien präsentierte eine Auswahl seiner kostbaren Medaillen im Bode-Museum. Die Ausstellung zeigte die Entwicklung und das breite thematische und künstlerische Spektrum der habsburgischen Medaille vom beginnenden 16. Jahrhundert bis zum Ende der Monarchie 1918. Eine Besonder­heit stellten dabei die Prunkmedaillen von Kaiser Karl V. bis zu Franz Joseph I. dar.

       
© Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums Wien



Dan Graham
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 23.01.2009
Der amerikanische Künstler Dan Graham hielt einen Vortrag über seine Arbeit. Das anschließende Gespräch leitete Gregor Stemmrich, Professor für Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin.



A Tribute to Terry Fox (1943-2008)
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 17.01.2009
Der amerikanische Konzeptkünstler und Klangpoet Terry Fox verstarb am
14. Oktober 2008. Bekannt wurde er durch seine Performances und Installationen. Ausgehend von den Transformationsprozessen der Materialien nutzte er oft den eigenen Körper als Medium von psychischen und physischen Grenzerfahrungen. Freunde und Weggefährten des Künstlers widmeten ihm am 17. Januar 2009 Performances und Beiträge.



Dennis Gün präsentiert Samuel Beckett in neuer Form
Sammlung Scharf-Gerstenberg 14./16.01.2009
In einer Lesung wurden zwei Spätwerke Samuel Becketts vorgetragen, "Worstward Ho" (gelesen von Jeff Boyd) und "A Piece of Monologue" (gelesen von Jonathan C. Sloane). Dabei wurden die beiden Werke mit photographischen Video-Installationen des Künstlers Dennis Gün in Verbindung gesetzt, der das Konzept für diese Veran­stal­tung entwickelt hatte. Becketts typischem Experimentieren mit Sprache entsprechend kreierte Gün Photographien und Videos, die Worte oder sogar ganze Sätze symbo­li­sierten.



2008


Antiker Luxus in Glas und Marmor.
Die Amphora aus Olbia und Trapezophoren aus Ostia

Altes Museum 19.12.2008 - 19.04.2009
Die Ausstellung präsentierte eine zwischen 120 und 80 v. Chr. gefertigte Amphora aus Olbia am Schwarzen Meer. Die besondere Größe und Schönheit des schlanken Gefäßes aus entfärbtem und blasenfreiem Klarglas regte eine Diskussion über
dessen Herstellung an. Der Glasschleifer Josef Welzel, der an der Glasfachschule Hadamar lehrte, fertigte nach langen Versuchen eine Kopie der Amphora an. Diese wurde zum Vergleich neben dem antiken Original ausgestellt.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links: Ingrid Geske, Foto rechts: Josef Welzel



Helmut Newton: Fired
Museum für Fotografie, Helmut Newton Stiftung 30.11.2008 - 17.05.2009
Die Ausstellung zeigte Modebilder von Helmut Newton, die in den 1960er und 1970er Jahren geschaffen wurden. Die innovativen Fotografien entstanden nach Newtons Rauswurf bei der französischen Vogue für verschiedene Zeitschriften wie Elle, Queen, Nova und Marie Claire und passten gekonnt zu dem jeweiligen Stil der Magazine. Dabei begann Newton auch den Arbeitsprozess selbstironisch zu reflektieren, indem er sich selbst mittels Spiegel in der Fotografie abbildete oder den Modellen sogar gelegentlich seine Kamera selbst in die Hand drückte.



Die Rückkehr der Götter. Berlins verborgener Olymp
Pergamonmuseum, Antikensammlung 27.11.2008 - 11.04.2010
1958 kam es zur Rückgabe von Berliner Museumsbeständen aus der Sowjetunion, die nach dem 2. Weltkrieg nach Moskau und St. Petersburg gingen. Durch eine Koope­ra­tion mit der Stiftung Fundação Armando Alvares Penteado konnten einige der zurück­gegebenen Kunstwerke restauriert werden. Nach erfolgreichen Ausstellungen 2006/7 in São Paulo und Rio de Janeiro wurden die Skulpturen, Vasen und Kleinkunstobjekte mit den wichtigsten griechisch-römischen Göttern im Pergamonmuseum vorgestellt. Die Kunstgegenstände dienten in der Antike als Weihegaben im Heiligtum, Zierde öffentlicher Plätze und Gebäude oder Ausstattungsgegenstände römischer Villen
und Gärten.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Johannes Laurentius


Pyramiden und Sphinx. Giza in historischen Fotografien
Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz 12.11.2008 - 09.01.2009
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung präsentierten zusammen mit dem Bild­archiv Preußischer Kulturbesitz diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie Berlin. Pyramiden und Sphinx, Thema der Ausstellung, waren bereits im 19. Jahrhundert die Hauptattraktion für Ägyptenreisende. Als Beweis und Erinnerung dienten großformatige, sepiafarbene Papierabzüge, die professionelle Fotografen in ihren Studios in den Touristenzentren anboten. Die Ausstellung zeigte zwischen 1857 und 1900 aufgenommene Vintage- Fotografien sowie einige Stereo­fotografien und Postkarten von berühmten Fotografen.

   
© links: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz; rechts: Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Robert Murray



Couture Remixed - Modeobjekte von Stephan Hann
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstgewerbemuseum 08.11.2008 - 01.06.2009
Die Ausstellung präsentierte rund 50 opulent-verblüffende Kreationen des in Paris
und Berlin lebenden Modekünstlers Stephan Hann. Sie zeigte gewohnte Materialien
in ungewohnten Zusammenhängen und machte so deren verborgene Eigenschaften und Möglichkeiten sichtbar. Auf höchstem ästhetischen und handwerklichen Niveau hinterfragten die Arbeiten Begriffe wie "wertlos" und "wertvoll" und bezogen damit gleichzeitig Position.

       
© Stephan Hann, Fotos: Itai Margula



Dionysos. Verwandlung und Ekstase
Pergamonmuseum, Antikensammlung 05.11.2008 - 31.01.2010
Dionysos faszinierte die Griechen und übt bis heute Anziehungskraft aus. Wir ver­bin­den ihn mit Wein und Ekstase, Musik und Tanz, aber auch mit Verwandlung, Maske und Theater. Die Ausstellung präsentierte die Facetten des Gottes anhand von hoch­karätigen Exponaten der eigenen Sammlung, die großenteils seit Jahren nicht gezeigt werden konnten. Die Umbildungen, welche die Darstellung des Dionysos in der Neu­zeit erfuhr, wurden durch Objekte des Kunstgewerbemuseums veranschaulicht.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Johannes Laurentius



Kult des Künstlers: Giacometti, der Ägypter
Altes Museum, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung 29.10.2008 - 15.02.2009
Alberto Giacometti setzte sich über viele Jahrzehnte hinweg intensiv mit Altägypten auseinander. Zahlreiche Zeichnungen nach ägyptischen Originalen zeugen davon, und immer wieder kam er in seinen Schriften und Interviews auf Ägypten zu sprechen. Integriert in die Dauerausstellung des Ägyptischen Museums wurden Werke Alberto Giacomettis in Kooperation mit der Alberto Giacometti-Stiftung und dem Kunsthaus Zürich gezeigt. In dieser Gegenüberstellung offenbarte Giacomettis Werk seine tiefe Verwurzelung in der Vergangenheit, und die Kunst Altägyptens gewann eine erstaun­liche Frische und Aktualität.

           
© mittlere Fotos: Alberto Giacometti-Stiftung, Zürich; äußere Fotos: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum



Unsterblich! Der Kult des Künstlers
Kulturforum Potsdamer Platz 28.10.2008 - 15.02.2009
Seit Jahrtausenden steht der Künstler im Zentrum zahlreicher Schöpfungsmythen.
Die Ausstellung »Unsterblich! Der Kult des Künstlers« zeigte anhand von mehr als
150 Meisterwerken aus den Staatlichen Museen zu Berlin und der Staatsbibliothek zu Berlin sowohl die Künstlervorstellungen der klassischen europäischen Kunstgeschichte als auch außereuropäische Künstlerbilder. Der Künstler als göttliche Lichtgestalt, der in seinem Werk unsterblich wird, wurde den dämonischen Nachtseiten gegenüber­gestellt, denen das Künstlergenie in seiner irdischen Existenz und seiner körperlichen Gebundenheit ausgesetzt ist.

       
© Staatliche Museen zu Berlin. Foto links: Erik Hesmerg; Foto mitte: Jürgen Liepe; Foto rechts: Jörg P. Anders



Tag der Restaurierung
Staatliche Museen zu Berlin 19.10.2008
Am "Tag der Restaurierung" öffneten die Staatlichen Museen zu Berlin zahlreiche ihrer Restaurierungswerkstätten für einen Blick hinter die Kulissen der Museums­arbeit. Der Öffentlichkeit sollte dadurch die oft im Hintergrund verrichtete Tätigkeit der Restauratoren vorgestellt und ins Bewusstsein gerufen werden. Die Restauratoren berichteten in Führungen und Vorträgen über ihre aufwändige Arbeit an den Kunst­objekten, über spezielle Techniken und Materialien. Somit wurden das Berufsbild und das breite Spektrum der Aufgabengebiete des Restaurators dem Museumsbesucher vor Augen geführt.



Kinderfest "Himmel und Hölle"
Kulturforum Potsdamer Platz, Gemäldegalerie 12.10.2008
Nach dem großen Erfolg des Kinderfestes "Zeitreise" im vergangenen Jahr, lud die Gemäldegalerie wieder zu einem Kinderfest ein in Zusammenarbeit mit dem Kaiser-Friedrich-Museums-Verein. Diesjähriges Thema war "Himmel und Hölle", denn zahl­reiche Bilder der Gemäldegalerie beschäftigen sich, ob in biblischen oder mytholo­gi­schen Szenen, mit Gut und Böse, Hell und Dunkel, Himmel und Hölle. Führungen, Musik und Theater verbanden sich zu "einem Fest der Sinne mit himmlischen Klängen und teuflischem Lärm".

       
© Foto mitte: uli klose - foto, berlin; Fotos links/rechts: Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jörg P. Anders



Verbotene Blicke?
Museum für Fotografie, Sammlung Fotografie und Helmut Newton Foundation
Anlässlich der Ausstellung "Pigozzi and the Paparazzi" fand eine begleitende Vortragsreihe statt:
- 02.10.2008 "Zur Idee einer medienreflexiven Ausstellung" (Dr. Matthias Harder)
- 09.10.2008 "Schaulust, Scham und Zeugenschaft" (Dr. Linda Hentschel)
- 16.10.2008 "Regime des Blickes: Weegee und Erich Salomon" (Dr. Änne Söll)
Die Ausstellung befasste sich mit der "klassischen" Zeit der Paparazzi, den 1960er und 1970er Jahren. Mit etwa 350 Fotografien von Erich Salomon, Jean Pigozzi, Helmut Newton und anderen konzentrierte sie sich in erster Linie auf Prominentenportraits dieser Zeit sowie, der Intention der Paparazzi folgend, auf die Entmythisierung der Stars im Alltagsleben.

   
© links: Jean Pigozzi; rechts: Paul Schmulbach, courtesy Galerie Wouter von Leeuwen, Amsterdam



Kult des Künstlers: Hans von Marées. Kult der Gemeinschaft
Alte Nationalgalerie 01.10.2008 - 11.01.2009
Die Ausstellung zeigte Gemälde, Skulpturen und großformatige Rötelzeichnungen Hans von Marées' (1837-1887). 1873 beteiligte er sich an der Arbeit an den Fresken in der Zoologischen Station in Neapel. Die überlieferten, großformatigen Studien zu diesen Ansichten des Lebens am Golf von Neapel standen im Zentrum der Ausstel­lung. Es war das Gesamtkunstwerk "Zoologische Station", an dem sich Wissen­schaft­ler und Künstler beteiligten, das noch in späteren Jahren Künstler wie Klee, Beuys und Picasso tief beeindruckte.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links/mitte: Andres Kilger, Foto rechts: Jörg P. Anders



Das Lüneburger Ratssilber
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstgewerbemuseum 25.09.2008
Das Kunstgewerbemuseum präsentierte in einer Festveranstaltung mit Renaissance­musik der Gruppe Alta Musica eine neue Publikation zum Lüneburger Ratssilber. Bei diesem einmaligen Schatz handelte es sich um das Repräsentationssilber der Rats­herren der Stadt Lüneburg aus dem Spätmittelalter und der Renaissance. Darunter befanden sich Gegenstände für Zeremonien, Werke zur Erinnerung an verdiente Bürger, Gebrauchsgeschirre und als Vorrat gelagerte Geschenke für hochgestellte Persönlichkeiten.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Fotostudio Bartsch



Ayşe Erkmen
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 13.09.2008 - 25.01.2009
In einer umfangreichen Werkschau präsentierte der Hamburger Bahnhof die Konzept­künstlerin Ayşe Erkmen. Sie verknüpfte durch ihre Kunst die zum Hauptausstel­lungs­raum führenden Räume des Museums, beginnend mit einer Fassadenarbeit. Indem sie subtil auf die konkreten Bedingungen und die damit verbundenen metaphorischen Bedeutungen des Ortes Bezug nahm, schuf sie irritierende Situationen. Neben Skulp­turen und einer sich mit früheren Werken verschränkenden großen Installation wurde ihr filmisches Œuvre gezeigt.

   
© Ayşe Erkmen, Courtesy Galerie Barbara Weiss, Berlin, Foto links: Jens Ziehe



Musical Perception - Past and Present
Museen Dahlem, Ethnologisches Museum 09.09.2008 - 13.09.2008
Das 6. Symposium der International Study Group on Music Archaeology fand 2008 im Ethnologischen Museum statt. Den Teilnehmern wurde ein vielseitiges Programm aus Vorträgen, Workshops und Konzerten geboten. Dabei wurden folgende Themen­gebiete behandelt:
- Music Archaeology and the Media
- Ethnomusicological and Ethnoarchaeological Implications in Music Archaeology
- Music Archaeology and Experimental Archaeology. Construction and Reconstruction
- Music Archaeology and Historical Ethnomusicology. Continuity and Discontinuity of
  Musical Traditions



100 Jahre Rupprecht Geiger
Neue Nationalgalerie 18.07.2008 - 05.10.2008
Die Nationalgalerie ehrte den Münchner Maler Rupprecht Geiger anlässlich seines 100. Geburtstags mit einer Ausstellung ausgewählter Werke. Eine Kollektion früher Werke der späten 1940er und 1950er Jahre wurde im Graphikraum der Neuen National­ga­le­rie gezeigt. Darunter befand sich eine Auswahl der sogenannten "shaped canvases", mit denen Geiger noch vor den US-amerikanischen Künstlern das rechteckige Bild­format aufgebrochen hat. In der Oberen Halle waren dagegen einige seiner groß­for­ma­tigen, raumgreifenden Arbeiten zu sehen, die die für ihn charakteristischen ganz auf die Fläche bezogenen, leuchtenden Farben zeigten.



Alberto Giacometti. Ein Rendevous der Sammler am Museumsstandort Charlottenburg
Museum Berggruen 11.07.2008 - 24.08.2008
Zur Eröffnung der Sammlung Scharf-Gerstenberg mit Meisterwerken des Surrea­lis­mus zeigte das gegenüberliegen­de Museum Berggruen drei neu erworbene Gemälde und eine Skulptur von Alberto Giacometti aus der Friedrich Christian Flick Collection. Der Künstler, der in den 1910er und 1920er Jahren dem Surrealismus sehr nahe stand, wurde von Heinz Berggruen ebenso geschätzt wie von Dieter Scharf und Friedrich Christian Flick. So ergab sich ein Rendezvous der Sammler der National­galerie im Zeichen Alberto Giacomettis.



Zeichen im Wandel der Zeit. Chinesische Tuschemalerei der Gegenwart
Museen Dahlem 27.06.2008 - 14.09.2008
Die Ausstellung zeigte, konzentriert auf die Kunstform der Tuschemalerei, eine um­fassende Schau chinesischer Gegenwartskunst. Es wurden die künstlerischen und philosophischen Wurzeln und deren Umsetzung in der heutigen Malerei untersucht. Dabei offenbarte sich der bedeutende Einfluss, den die Tusche-Tradition auch heute noch auf die chinesische Kunst ausübt. Vielschichtig und facettenreich lebt sie in einer Vielfalt an Formen und technischen Möglichkeiten fort, vom Rollbild bis hin zur Video­installation. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stand der Mensch in seiner Auseinan­dersetzung mit der zunehmenden Urbanisierung Chinas.

       
© National Art Museum of China (NAMOC)



Raffaels Grazie - Michelangelos Furor.
Sebastiano del Piombo (Venedig 1485 - Rom 1547)

Kulturforum Potsdamer Platz, Gemäldegalerie 28.06.2008 - 28.09.2008
Sebastiano Luciani, genannt del Piombo, ist einer der weniger bekannten, gleichwohl herausragenden Renaissancemaler Italiens. Sebastiano, der Altarwerke, mytholo­gi­sche Szenen und zahlreiche Porträts schuf, war mit Michelangelo freundschaftlich ver­bunden und konkurrierte mit Raffael um die Gunst des römischen Publikums. Neben den Werken del Piombos waren in der Ausstellung Zeichnungen Michelangelos und Gemälde spanischer Nachfolger des zu seiner Zeit überaus erfolgreichen Künstlers
zu sehen. Eine Vortragsreihe begleitete die Ausstellung.

   
© links: Washington, National Gallery of Art, Kress Collection; rechts: Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Volker Schneider



Babylon. Mythos und Wahrheit
Pergamonmuseum 26.06.2008 - 05.10.2008
In Kooperation mit dem Musée du Louvre, Paris, und dem British Museum, London, präsentierten die Staatlichen Museen zu Berlin erstmals in einer großen Ausstellung die enge Verknüpfung der Geistesgeschichten Europas und des Vorderen Orients
über einen Zeitraum von mehreren Jahrtausenden. Zahlreiche archäologische Ob­jekte aus Babylonien dokumentierten im ersten Teil der Ausstellung die weit in das
2. Jahrtausend v. Chr. zurückreichenden Wurzeln der europäischen Zivilisation, während der zweite Teil der Ausstellung sich der Rezeption babylonischer Kultur in der europäischen Geistesgeschichte von der Spätantike bis ins 21. Jahrhundert
n. Chr. widmete. Die Ausstellung wurde begleitet von dem Veranstaltungsprogramm "Babel Live", das Vorträge, Lesungen, Konzerte und Filme bot.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum, Fotos: Olaf M. Teßmer



Piepenbrock Förderpreis für Skulptur 2008: Alicja Kwade. Von Explosionen zu Ikonen
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 20.06.2008 - 24.08.2008
Alicja Kwade arbeitet vielseitig und originell mit verschiedenen Medien (Installation, Skulptur, Fotografie, Video). Sie verwendet ganz unterschiedliche Materialien, sowohl klassische Werkstoffe als auch verfremdete Gebrauchsgegenstände. So wurden für diese Preisträgerausstellung der Kulturstiftung Hartwig Piepenbrock Kohlebriketts zu Goldbarren, Kieselsteine zu Juwelen und Straßensteine zu Diamanten. Dabei stellte sich die Frage nach Echtheit und Wertigkeit, Wahrnehmung und Klassifizierung.

       
© Alicja Kwade, Foto: Roman März


Europa entdecken!
Museen Dahlem, Museum Europäischer Kulturen 17.04.2008 - 05.07.2009
Ausgehend von 13 Alltagsobjekten wie dem ältesten deutschen Reiseführer, Schat­ten­spielfiguren aus Piräus oder Perlgrabschmuck aus der Bretagne stellte das Museum Europäischer Kulturen Regionen, Ethnien und Phänomene vor, die Ausschnitte aus der kulturellen Vielfalt Europas zeigten und gleichzeitig auf Gemeinsamkeiten hinwiesen. Jedes Exponat war eingebettet in verschiedene Kontexte, die mit Filmen, Fotografien und weiteren Objekten aus der reichhaltigen Sammlung des Museums veranschaulicht wurden.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen; Foto: Ute Franz-Scarciglia



Geld in Lettland - Geschichte und Gegenwart
Bode-Museum, Münzkabinett 10.04.2008 - 13.07.2008
Im Rahmen des Deutsch-Baltischen Kulturjahres Essentia Baltica 2008 war das Natio­nalhistorische Museum Lettlands mit einer Ausstellung zum lettischen Münz- und Geld­wesen zu Gast im Bode-Museum. Die Ausstellung veranschaulichte die Entwicklung von römischen Münzimporten des 3. Jahrhundert bis zum heutigen lettischen Geld als Ausdruck der staatlichen Souveränität. Das Münzkabinett steuerte einige Pretiosen aus eigenem Bestand bei, darunter eine Donativprägung zu 12 Dukaten des Livlän­di­schen Ordens aus der Münzstätte Riga.

   
© Staatliche Museen zu Berlin



Ad Fontes! Quellenerschließung und kunsthistorische Sachforschung
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek
Zum 100-jährigen Jubiläum des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft e. V. fand eine Vortragsreihe zur Bedeutung der Grundlagen- und Quellenforschung mit promi­nenten Mitgliedern des Vereins und Wissenschaftlern der Staatlichen Museen zu Berlin statt.
- 01.04.2008 Vom Nutzen kunsthistorischer Sachforschung
- 06.05.2008 Die Erschließung der mittelalterlichen Glasmalerei und ihres Kontextes
- 03.06.2008 Statistik - Alterthumskunde - Kulturgeschichte. Frühformen älterer
  Kunstforschung
- 02.09.2008 Briefe und Aufzeichnungen eines Malers: Adolph Menzel
- 07.10.2008 Glanz und Elend der deutschen Kunstdenkmäler - Inventarisation
- 04.11.2008 Briefe von Carl Gustav Carus an Johann Gottlieb Regis
- 09.12.2008 Zwischen Kunstbetrieb und kunsthistorischer Forschung



Wolfgang Tillmans. Lighter
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 21.03.2008 - 31.08.2008
Wolfgang Tillmans ist zwar mit originellen Porträts und Momentaufnahmen bekannt geworden, konzentriert sich aber auch auf Vorgänge des Fotografierens selbst, auf Strukturen und Beschaffenheiten der fotografischen Papiere. Diese oft abstrakten Arbeiten standen im Zentrum der Schau, die zu den bislang größten Ausstellungen Tillmans in Deutschland zählte und neue Werke sowie Werke der Nationalgalerie, der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof und andere Leihgaben zeigte.

   
© Wolfgang Tillmans, Courtesy Galerie Daniel Buchholz, Köln


Dani Karavan - Retrospektive
Martin-Gropius-Bau 14.03.2008 - 01.06.2008
Geschichte und Spezifik eines Standortes sind für Dani Karavan (*1930) Aus­gangs­punkte für eine Gestaltung, in der er abstrakte Tektonik und reale Natur zu einer ungewohnten Körper-Raum-Synthese verdichtet. Mit Arbeiten in Italien, Frankreich, den USA, Japan und besonders in Deutschland hat er der modernen Skulptur im öffentlichen Raum neue Impulse verliehen und sich international einen hervor­ra­gen­den Ruf erworben. Die weitgehend von ihm selbst inszenierte Ausstellung mit einer Reihe neuer Installationen gab erstmals in Deutschland einen Überblick seiner Werkentwicklung.


© Jaume Blasi



Anatomie der Welt. Wissenschaft und Kunst auf dem Artemidor-Papyrus
Altes Museum, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung 13.03.2008 - 30.06.2008
Die Ausstellung zeigte den Artemidor-Papyrus, ein einzigartiges Zeugnis für Wissen­schaft und Kunst der Antike. Die Vorderseite der Papyrusrolle ist mit Textpassagen des griechischen Geographen Artemidor beschrieben, der um die Wende zum 1. Jahr­hundert v. Chr. in Ephesos lebte. Die Fragmente zeigen Teile seiner Erdbeschreibung versehen mit einer Landkarte und verziert mit qualitätvollen Zeichnungen mensch­li­cher Köpfe und Gliedmaßen sowie exotischer Tiere.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: D. Bertani



Kriegsverloren und Wiedergewonnen - Julius Hübners "Ruth und Naemi"
Alte Nationalgalerie 29.02.2008 - 12.05.2008
Das Gemälde "Ruth und Naemi" von Julius Hübner (1806-1882) galt seit 1945 als Kriegsverlust. Erst 2005 wurde es auf einem Berliner Flohmarkt wieder entdeckt und an die Nationalgalerie zurückgegeben. Nach seiner Restaurierung wurde das Gemälde im Mittelpunkt einer Kabinettausstellung zusammen mit themenverwandten Werken des 19. Jahrhunderts präsentiert. Darüber hinaus wurde Julius Hübner in einer Werk­schau vorgestellt. Eine Fotodokumentation der Restaurierung zeigte zudem, was den Besuchern sonst verborgen bleibt.


© Staatliche Museen zu Berlin; Foto: Stephan Helms



Neue Entdeckungen in Urartu.
Die Berliner Inschriftenstele vom Keşiş Göl und ein folgenreicher Textanschluss
Pergamonmuseum, Vorderasiatisches Museum 21.02.2008
Vortrag von Prof. Dr. Mirjo Salvini, Istituto di Studi sulle Civiltà dell' Egeo e del Vicino Oriente (CNR, Rom): Der im Jahre 2002 im Dorf Gövelek in Ostanatolien gemachte Zufallsfund zweier fragmentarischer Inschriftensteine ergänzte schlüssig ein Stelen­bruchstück im Besitz des Vorderasiatischen Museums in Berlin. Das bereits 1891 in der Nähe des Keşiş Göl gefundene urartäische Stelenteil und der in der darauf abge­bildeten Keilschrift erwähnte König Rusa gewannen durch den Neufund an Bedeutung.


© Foto: Mirjo Salvini



Benin. 600 Jahre höfische Kunst aus Nigeria
Museen Dahlem, Ethnologisches Museum 08.02.2008 - 25.05.2008
Die einzigartigen Messingplastiken und Elfenbeinschnitzereien aus dem Königreich Benin im heutigen Nigeria zählen zu den Höhepunkten des Kunstschaffens in Afrika. Die aus dem 15. bis 19. Jahrhundert stammenden Werke belegen die lange Geschich­te des Königreichs, das seit Beginn der Neuzeit in engem Handelskontakt mit Europa stand. Die Ausstellung zeigte zum ersten Mal eine repräsentative Auswahl von über 300 Meisterwerken aus Benin, die infolge der Kolonialeroberung weltweit zerstreut wurden.

       
© links/rechts: Museum für Völkerkunde Wien, Fotos: Alexander Rosoli;
    mitte: Abuja, National Commission for Museums and Monuments Nigeria




InselPerspektiven: Die Sonne - Brennpunkt der Kulturen der Welt
Pergamonmuseum
Diese Veranstaltungsreihe thematisierte das Selbstbildnis verschiedener Kulturen und deren Verständnis der Sonne als göttlicher Macht. Sie behandelte gleichzeitig Fragen der Wissenschaftsgeschichte, der Geschichte der Astronomie sowie der Paläo- bzw. Archäoastronomie.
- 31.01.2008 Im Bild der Sonne. Konstruktion von Göttlichkeit in Alt-Ägypten
- 20.02.2008 Die Sonne im Alten Orient. Konzeptionen zwischen Mythos und Wissen-
  schaft
- 09.04.2008 Christus Verus Sol. Christentum und Sonnenverehrung in der Spät-
  antike
- 21.05.2008 Die Sonne und ihre Bedeutung im religiös-mythologischen Kontext der
  Urgeschichte Alteuropas
- 06.07.2008 Sonnenkult und Astronomie im alten und frühmittelalterlichen Indien
- 17.09.2008 Die präkolumbischen Kulturen Meso- und Südamerikas: Maya, Azteken
  und Inka
- 15.10.2008 Die Sonne zwischen Wissenschaft und Weltanschauung



Fantasie und Handwerk. Cennino Cennini
und die Tradition der toskanischen Malerei von Giotto bis Lorenzo Monaco

Kulturforum Potsdamer Platz, Gemäldegalerie 10.01.2008 - 13.04.2008
Den thematischen Rahmen für diese Studioausstellung bildete das Werk des toska­nischen Künstlers Cennino Cennini. Er war der Verfasser des "Libro dell' Arte", des Buches von der Kunst, einem Malerhandbuch an der Schwelle vom späten Mittelalter zur Renaissance. Darüber hinaus zeigte die Ausstellung Werke von Giotto, Taddeo Gaddi, Agnolo Gaddi und Lorenzo Monaco. Insgesamt wurden etwa zwanzig Tafeln und Zeichnungen aus dem 14. und 15. Jahrhundert präsentiert.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie



2007


Das Bode-Museum auf dem Weg zur Wiedereröffnung. Projekte und Restaurierungen
Bode-Museum 19.11.2007 - 20.11.2007
Die Tagung mit Vorträgen von Denkmalpflegern, Architekten, Restauratoren und Kunsthistorikern stellte Projekte und ausgewählte Restaurierungen vor, die in Vorbe­reitung der Wiedereröffnung des Bode-Museums durchgeführt wurden. Sie gab einen Einblick in die Generalsanierung des Denkmals Bode-Museum und der Restaurierung seiner Schätze. Hierzu wurden aus der Fülle der langjährigen Restaurierungen ausge­wählte Objekte vorgestellt sowie die denkmalpflegerischen Probleme bei der Sanie­rung des Gebäudes aufgezeigt.



Eduard Bendemann (1811-1889). Zeichnungen
Alte Nationalgalerie 15.11.2007 - 24.02.2008
Im Sommer 2005 erwarb das Kupferstichkabinett 34 noch unbekannte Zeichnungen Eduard Bendemanns, die in dieser Ausstellung erstmals gezeigt wurden. Die Zeich­nungen bezogen sich auf wichtige monumentale Werke aus der Spätphase des Künst­lers der Düsseldorfer Schule, so auch auf das verschollene Werk "Die Wegführung der Juden in Babylonische Gefangenschaft". Ein farbiges Aquarell zeigte einen Entwurf zu einem Wandbild für den ersten Cornelius-Saal in der Alten Nationalgalerie.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Jörg P. Anders



Picturesque Views. Moghulindien im Spiegel der Fotografie des 19. Jahrhunderts
Museen Dahlem, Museum für Asiatische Kunst 09.11.2007 - 30.03.2008
Die Ausstellung zeigte Meisterwerke der frühen Fotografie in Indien. Seit den 1850er Jahren trugen europäische Fotografen im Auftrag der East India Company umfang­reiches Fotomaterial zusammen, wobei einige Fotografen nicht nur einen sehr indi­vi­duellen Stil entwickelten, sondern auch großes Interesse an den künstlerischen Mög­lichkeiten des neuen Mediums bewiesen. Besondere Aufmerksamkeit galt der als ausnehmend pittoresk empfundenen indo-islamischen Architektur und den Garten­anlagen der Moghuln.

   
© Iris Papadopoulos



Syrien.
Ein neuer Forschungs- und Ausstellungsschwerpunkt für das Vorderasiatische Museum

Pergamonmuseum, Vorderasiatisches Museum 08.11.2007
Durch Dauerleihgaben und Übergaben gelangten vier größere archäologische Samm­lungen aus dem Euphratgebiet und Obermesopotamien an das Vorderasiatische Museum. Die aus wissenschaftlichen Untersuchungen stammenden Funde dokumen­tierten ein früher oft als Randbereich der vorderasiatischen Kulturen bezeichnetes Gebiet im heutigen Syrien. Anhand ausgewählter Objekte berichteten die Ausgräber in einer Veranstaltung im Pergamonmuseum von ihren Entdeckungen und deren Bedeutungen für unser Verständnis antiken Lebens.


© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Olaf M.Teßmer



Kinderfest "Zeitreise"
Kulturforum Potsdamer Platz, Gemäldegalerie 28.10.2007
In Zusammenarbeit mit dem Kaiser-Friedrich-Museums-Verein wurde erstmals ein Kinderfest in der Gemälde­galerie veranstaltet. Hierbei konnten die Kinder "durch den Zeitentunnel über 700 Jahre zurückreisen, durch ganz Europa wandern, in alte Bilder eintauchen, unheimliche Wegelagerer aufspüren, spannende Geschichten erfahren, gruselige Geräusche erleben, die Glücksgöttin Fortuna kennen lernen, eigene Kunst­werke schaffen" und vieles mehr.

       
© Staatliche Museen zu Berlin; Foto: Christoph Schmidt



Friedrich Hinkel Kolloquium
Staatsbibliothek Unter den Linden 23.10.2007
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung veranstalteten zusammen mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Botschaft der Republik Sudan und dem Deutschen Archäologischen Institut ein Kolloquium zu Ehren des Sudan­for­schers Friedrich Hinkel, der am 12. Juni 2007 im Alter von 82 Jahren verstarb. Hinkel hatte sich sehr für die Dokumentation und den Erhalt der kulturell wichtigen Bau­wer­ke im Sudan eingesetzt.



Von Ludwig Gies bis Karl Burgeff. Medaillenkunst in Köln im 20. Jahrhundert
Bode-Museum, Münzkabinett 19.10.2007 - 15.03.2008
Schenkungen an das Münzkabinett, unter denen sich die umfangreichen Nachlässe von Hans Karl Burgeff (1928 - 2005) und Jochem Pechau (1929 - 1989) befanden, aber auch wichtige Erwerbungen von Ludwig Gies (1887 - 1966) und anderen als Medailleure tätigen Bildhauern, ermöglichten diese Ausstellung. Ein umfangreiches, über die Werkschau hinausgehendes Katalogbuch belegte das künstlerisch hohe Niveau des Medaillenschaffens in Köln im 20. Jahrhundert.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, Foto: Lutz-Jürgen Lübke



Ludwig Justi (1876 - 1957). Symposium aus Anlass des 50. Todestages
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 19.10.2007 - 20.10.2007
Am 19. Oktober 2007 jährte sich zum 50. Mal der Todestag von Ludwig Justi, der sowohl Direktor der Berliner Nationalgalerie (1909 - 1933) als auch Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin (1946 - 1957) war. Justi hatte die Berliner und die deutsche Museumsgeschichte über ein halbes Jahrhundert hinweg nachhaltig geprägt. Seine Persönlichkeit und seine historische Rolle waren jedoch in der Öffentlichkeit noch immer wenig präsent. Das öffentliche Symposium ging daher den vielschichtigen Aspekten von Justis Person und Wirkung vor dem Hintergrund der künstlerischen und politischen Umwälzungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Zentralarchiv



Von Bill Viola bis Aernout Mik. Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 14.09.2007 - 24.01.2008
Die Nationalgalerie zeigte in dieser Sammlungspräsentation im Hamburger Bahnhof Neuerwerbungen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Videokunst und Malerei. Im Mittelpunkt stand die jüngst erworbene filmische Arbeit "Refraction" des nieder­län­di­schen Künstlers Aernout Mik. Sie wurde flankiert von Filmen der Künstlergruppe "Die Tödliche Doris" und des amerikanischen Künstlers Jack Goldstein. Außerdem wurden Gemälde u.a. von Eve Aschheim, Dexter Dalwood, Eberhard Havekost, Sergej Jensen, Johannes Kahrs, Raoul de Keyser und Chris Newman gezeigt.


© Aernout Mik



Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstgewerbemuseum 13.09.2007 - 06.01.2008
Die Ausstellung zeigte Mode des Berliner Couturiers Uli Richter. Im ersten Teil war eine repräsentative Auswahl von Modellen im "typischen" Uli-Richter-Stil zu sehen, zusammengestellt in Farb- und Themengruppen. Historische Stadtaufnahmen von Berlin zwischen 1945 und 1989 und Modefotografien, die die Entwicklung des Mode­hauses dokumentierten bildeten den geschichtlichen Rahmen zu diesem Bereich. Der zweite Teil der Ausstellung war berühmten Privatkundinnen Uli Richters gewidmet: Rut Brandt, Ebelin Bucerius, Aenne Burda und Ignes Ponto.

   
© links: Klaus Puhlmann; rechts: F. C. Gundlach



Hyper Cities / Über Städte
Museen Dahlem, Museum für Asiatische Kunst 07.09.2007 - 04.11.2007
Im Mittelpunkt der Ausstellung stand die Erfahrung der Großstadt als urbane Land­schaft, Schauplatz des Konsums und des Spektakels sowie Ort radikaler sozialer und architektonischer Wandlungen. Zwölf vom DAAD geförderte Künstlerinnen und Künst­ler aus Deutschland, Japan, China und Südkorea reflektierten in Fotografien, Video­arbeiten und einer eigens für die Ausstellung geschaffenen Rauminstallation Aspekte von Identität und Gesellschaft, von Tradition und Fortschritt im urbanen Leben ange­sichts eines rasanten technologischen und kulturellen Wandels im Zeitalter der Globa­lisierung.

   
© links: Elisabeth Neudörfl; rechts: Jan Verbeek



Simone Mangos: The Ideology of Memory
Museum für Fotografie 24.08.2007 - 04.11.2007
Seit 1998 verfolgte Simone Mangos die Debatte über das in Berlin geplante Denkmal für die ermordeten Juden Europas. In ihren Arbeiten untersuchte sie die verschie­de­nen Stadien der Enstehung des Denkmals, sowie die vielen Kontroversen des Denk­malstreits. Die Ausstellung zeigte Fotoarbeiten ihrer Recherchen. Der riesige Kaiser­saal regte Simone Mangos zudem zu einer neuen Installation an. Sie verwendete im Museum vorgefundene Archivregale und ließ sich von einer geophysikalischen Auf­nahme und den Grundrissen einer früheren Bebauung auf dem Mahnmalgelände inspirieren.



Piranesi. Vedute di Roma - Ansichten von Rom
Kulturforum Potsdamer Platz, Kupferstichkabinett 03.08.2007 - 11.11.2007
Die Ausstellung zeigte das monumentalste Werk Giovanni Battista Piranesis (1720-1778), die "Vedute di Roma". Die Serie von insgesamt 137 großformatigen Radie­rungen präsentierte sowohl antike und als auch zur damaligen Zeit neuere Sehens­würdigkeiten der Ewigen Stadt. Die "Vedute" waren eine Hommage an Rom und ver­mischten in einzigartiger Weise Archäologie, Fantasie und künstlerische Virtuosität. Die Ausstellung wurde ergänzt durch Zeichnungen, Gemälde sowie plastische Werke der Antike und des 18. Jahrhunderts.

   
© bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett; Foto links: Volker-H. Schneider; Foto rechts: Jörg P. Anders



Mythos und Macht. Erhabene Bilder in Edelstein
Altes Museum, Antikensammlung 27.07.2007 - 25.05.2008
Erhaben in Edelstein geschnittene Bilder, sogenannte Kameen, galten seit ihrer Erfindung im 3. Jahrhundert v. Chr. als Inbegriff von Luxus. Die Berliner Antiken­sammlung zeigte in dieser Ausstellung erstmals eine größere Auswahl aus ihrem kostbaren, sonst im Tresor gehüteten Besitz dieser glänzenden Meisterwerke von
der Antike bis ins 19. Jahrhundert. Das Art Institute in Chicago bereicherte die Ausstellung mit zwei bisher verschollenen Staatskameen römischer Kaiser.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Johannes Laurentius



Zehn Jahre Hamburger Bahnhof. Museum für Gegenwart. 1996 - 2006
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin ab 27.07.2007
Seit 2004 gibt der Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin zum aktu­el­len Kunstgeschehen das Magazin "Museum für Gegenwart" heraus. Die Jubiläums­ausgabe "Zehn Jahre Hamburger Bahnhof. Museum für Gegenwart. 1996 - 2006" gewährte einen Rückblick auf die vergangenen Jahre.


© Staatliche Museen zu Berlin



Islamische Elfenbeinmalerei aus Sizilien
Pergamonmuseum, Museum für Islamische Kunst 07.07.2007 - 12.08.2007
Die Ausstellung zeigte bemalte Elfenbeingefäße aus italienischen, griechischen und Londoner Sammlungen sowie aus dem Domschatz zu Halberstadt und den Berliner Museen. Die höchst fragilen und wertvollen Objekte, deren Herkunft aus orienta­li­schen, christlichen oder höfischen Werkstätten noch nicht abschließend erforscht war, zähl­ten zu den wichtigsten erhaltenen Exemplaren dieser Kunstgattung. In einem wissenschaftlichen Symposium wurde die Frage nach den möglicherweise christlichen Auftraggebern und arabischen Künstlern diskutiert.


© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: G. Niedermeiser



Japanische Plakate - Heute
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek 15.06.2007 - 02.09.2007
Die Ausstellung zeigte Plakate aus den Archives of Graphic Design der Dai Nippon Printing Co. Ltd. in Tokyo. Der repräsentative Querschnitt aus insgesamt 158 Plaka­ten von 24 Grafikern stellte zwei Grafikergenerationen gegenüber: die Generation
der Meister aus den 1950er und 1960er Jahren, die Impulse der westeuropäischen und nordamerikanischen Kunst mit japanischer Ästhetik verbanden, und die jüngeren Designer der letzten 15 Jahre, die sich mehr einer internationalen Ästhetik verpflich­tet fühlten und verstärkt digitale Entwurfstechniken nutzten.

   



Griechen - Skythen - Amazonen
Pergamonmuseum, Antikensammlung 14.06.2007 - 21.10.2007
Die Griechen der Antike vermuteten die Heimat der kriegerischen Amazonen nördlich des Schwarzen Meeres. Dort lebten in klassischer Zeit die Skythen, die mit den Grie­chen in engem politischen und wirtschaftlichen Austausch standen. Seit dem 5. Jahr­hundert v. Chr. entwickelte sich auf der Krim zudem mit dem Bosporanischen Reich eine eigenständige graeco-skythische Kultur. Die Ausstellung ergründete sowohl den Blick der Griechen auf die Fremden als auch das Selbstverständnis der "barbarischen" Bosporaner.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Fotos: Johannes Laurentius



Brice Marden Retrospektive
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 12.06.2007 - 07.10.2007
Die Retrospektive bot den ersten groß angelegten Überblick über das Werk Brice Mardens, eines der wichtigsten amerikanischen abstrakten Künstler der Gegenwart. Mit zahlreichen Arbeiten, Gemälden und Zeichnungen zeigte die Ausstellung einen breiten Querschnitt durch Mardens Arbeit von den frühen 1960er Jahren bis in die Gegen­wart. Die Bilder waren entweder monochrom oder aus mehreren einfarbigen Farbfeldern zusammengesetzt. Brice Marden benutzte eine äußerst eigenwillige, gedämpfte Farbpalette und hinterließ manchmal durch Messer und Spachtel verursachte Spuren in der Bildoberfläche.



Matthew Buckingham. Everything has a name
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 08.06.2007 - 19.08.2007
Diese Ausstellung zeigte drei große Videoarbeiten Matthew Buckinghams. "Muhheakantuck - Everything Has a Name" befasst sich mit der Frage, wie der als Hudson River bekannte Fluß zu seinem Namen kam. "Everything I Need" ist der Bio­graphie der jüdischen Ärztin und Psychologin Charlotte Wolff gewidmet. In "Obscure Moorings" schließlich geht es um die Kurzgeschichte "Daniel Orme" und die Novelle "Redburn" von Herman Melville. Das Motiv der Reise, der Erzählung historischer Fakten mit symbolischen Bildern kann als ein Leitmotiv der Arbeit von Matthew Buckingham bezeichnet werden.

   
© links: courtesy the Artist and Murray Guy Gallery, New York; rechts: Staatliche Museen zu Berlin



Sarkis: Ikonen
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst 02.06.2007 - 15.07.2007
Die Ausstellung zeigte eine Installation des Konzeptkünstlers Sarkis. Seine "Ikonen", 180 kleinformatigen Aquarelle, wurden in alten Rahmen ausgestellt, die der Künstler europaweit auf Flohmärkten gefunden hatte. Zudem wurden sie im Innern einer ge­schlos­senen Holzkonstruktion präsentiert. So konnten die an deren Innenwänden angebrachten Ikonen nicht direkt betrachtet, sondern nur von Weitem durch Fenster "bewundert" werden, ohne dass sich die Besucher ihnen jemals nähern konnten. Im Zusammenspiel mit den musealen Gegenständen rings um die Installation enfaltete diese eine geheimnisvolle und religiöse Aura.



Frankreich in der Alten Nationalgalerie
Alte Nationalgalerie 23.05.2007 - 28.10.2007
Begleitend zur großen Ausstellung französischer Meisterwerke aus dem Metropolitan Museum of Art, New York, in der Neuen Nationalgalerie präsentierte die Alte National­galerie ihren Bestand an französischer Kunst, vor allem Werke des Impressionismus. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Zeichnungen und Druckgraphiken französischer Meister aus dem Bestand des Kupferstichkabinetts. Dem gegenübergestellt wurde der Berliner Impressionismus, insbesondere die Berliner Secession um 1900.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie



Made in Poland. Neues Design aus Polen
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstgewerbemuseum 12.05.2007 - 15.07.2007
Die Ausstellung zeigte Entwürfe polnischer Designer aus den Bereichen Industrie­design, Möbeldesign, Haushaltsgeräte, Computerspiele, Buch- bzw. Zeitschriften­ge­staltung, Glas, Keramik, Leuchtkörper, Innenarchitektur und Verpackungsdesign aus der Zeit nach 1989. Die Exponate veranschaulichten die Gratwanderung zwischen dem Einfluss der Globalisierung und dem Bewahren der nationalen Identität.


Chaiselongue MONO, Designer: Tomasz Augustyniak



Ein Zehntausendblütenteppich des 21. Jahrhunderts
Museen Dahlem, Museum Europäischer Kulturen 28.04.2007 - 09.09.2007
Tausendblumenteppiche waren im späten Mittelalter aufgrund ihrer handwerklichen und künstlerischen Perfektion sehr beliebte Kunstobjekte. Einer Idee der Textil­künst­lerin Ursel Arndt folgend entstand vor einigen Jahren das Projekt, einen neuen Blüten­teppich entstehen zu lassen. An alle Textilinteressierten erging der Aufruf, sich mit eigenen Blüten-Kreationen zu beteiligen. Die eingesandten Textilblumen wurden an­schließend von Ursel Arndt zu einem Blütenmeer von 13 m Länge und 2,20 m Breite komponiert.


© Ursel Arndt und Ruth Fiedler



Holly Zausner: Unseen
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst 25.04.2007 - 13.05.2007
Die Filminstallation "Unseen" der Künstlerin Holly Zausner war das erste zeitgenös­si­sche Werk, das im Bode-Museum präsentiert wurde. Der in der Basilika gezeigte Film war der letzte Teil einer Trilogie. Die Künstlerin als Hauptfigur des Films interagierte mit einer männlichen und einer weiblichen Skulptur, die sie eigens für den Film ange­fertigt hatte. Der Zuschauer begleitete die Künstlerin auf ihrem Weg durch ein nahezu verlassenes, menschenleeres Berlin voller seltsamer und unerklärlicher Dinge.

   
© Holly Zausner



Patron der Künste: Kulturelle Interaktion am Hof Mehmets des Eroberers
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst 20.04.2007 - 27.04.2007
Sultan Mehmet II., dessen Beiname "der Eroberer" sich auf seine Einnahme Konstan­tinopels 1453 bezieht, war ein erfolgreicher Politiker und großer Förderer der Künste und Wissenschaften. Das interdisziplinäre internationale Kolloquium mit dem Titel "Patron der Künste: Kulturelle Interaktion am Hof Mehmets des Eroberers" befasste sich mit seiner Funktion als Schlüsselfigur im kulturellen Austausch zwischen Ost und West im fünfzehnten Jahrhundert.





Schmerz
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 05.04.2007 - 05.08.2007
Die Ausstellung spürte den vielfältigen Darstellungen und Äußerungen des Schmerzes nach. Die gemeinschaftsstiftende Funktion des Schmerzes betrachtete sie dabei eben­so wie die Versuche, ihn zu analysieren, zu beobachten, zu suchen oder wieder los­zu­werden. Die Ausstellung fand in Zusammenarbeit mit dem Berliner Medizinhisto­ri­schen Museum der Charité statt und begab sich damit auf einen Grenzgang zwischen Kunst, Medizin und Kulturgeschichte.

       
© links: Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jörg P. Anders; mitte: Charité, Foto: Christoph Weber; rechts: Friedrich Christian Flick
    Collection, Foto: Christopher Burke




Preußisch korrekt - Berlinisch gewitzt. Der Maler Franz Krüger (1797-1857)
Schloss Charlottenburg 04.04.2007 - 01.07.2007
Die Nationalgalerie und das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg vereinten anlässlich des 150. Todestages Franz Krügers ihre reichen Bestände an Gemälden und Zeich­nungen des Malers zu einer umfassenden Ausstellung, ergänzt durch Leihgaben wei­terer deutscher und europäischer Sammlungen. Der als "Pferde-Krüger" bekannt ge­wordene Künstler verstand es wie kein anderer, die Berliner Gesellschaft seiner Zeit in Szene zu setzen.


© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie



Schönheit! 50 Meisterwerke aus den Staatlichen Museen zu Berlin
Altes Museum 24.03.2007 - 06.05.2007
Anlässlich des 50. Jahrestages der Römischen Verträge, welche die Grundlage der Europäischen Union bildeten, präsentierten die Staatlichen Museen zu Berlin fünfzig Exponate ihrer Sammlungen, die beispielhaft waren für den kulturellen Ausstausch der europäischen Nationen und für die Herausbildung einer gemeinsamen kulturellen Identität. Die gezeigten Werke vermittelten die Vielfalt und den Reichtum der mit dem Begriff "Schönheit" verbundenen Konzepte in Europa.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links: Dietmar und Marga Riemann, Foto rechts: Jörg P. Anders



Der Glanz des Himmels. Griechische Ikonen der Sammlung Velimezis
Pergamonmuseum, Antikensammlung 16.03.2007 - 10.06.2007
Die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst präsentierten in dieser Ausstellung Ikonen aus der Sammlung Emilios Velimezis. Die Sammlung, auf­gebaut 1934-1946, umfasste Ikonen des 15. bis 19. Jahrhunderts aus verschiedenen Regionen Griechenlands. Alle künstlerischen Bewegungen Griechenlands seit 1453 waren vertreten. Jedoch entstand die Mehrzahl der Ikonen in kretischen Maler­werk­stätten, als Kreta venezianische Provinz war (15.-16. Jh.) und die Ikonenmalerei in hoher Blüte stand. Zu den prachtvollsten Beispielen gehörte die Gottesmutter Glykophilousa aus der Schule Andreas Ritzos.





Medeas Gold. Neue Funde aus Georgien
Altes Museum, Antikensammlung 15.03.2007 - 03.06.2007
Das Georgische Nationalmuseum Tbilisi verlieh an die Antikensammlung im Alten Museum hunderte von neu gefundenen goldenen Schmuckstücken. Die meisten der hochkarätigen Leihgaben stammten aus Grabungen der letzten Jahre in Vani, einer antiken Tempelstadt im Westen Georgiens, und wurden zum ersten Mal außerhalb Georgiens gezeigt. Der exquisite Goldschmuck wurde neben Keramiken und Gold­münzen in Gräbern des 5. bis 1. Jahrhunderts v. Chr. gefunden.

   
© Georgisches Nationalmuseum Tbilisi



Benefizkonzert mit Heather O'Donnell
Bode-Museum 16.02.2007
Zugunsten der Uraufführung der musikalisch-szenischen Performance "Death in Venice. Bellezza, Amore, Morte" im Jahr 2007 spielte die amerikanische Pianistin Heather O'Donnell in der Basilika des Bode-Museums Werke von Claude Debussy, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Liszt und Charles Ives.



Christian Dior und Deutschland, 1947 bis 1957
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek 13.02.2007 - 28.05.2007
Mit seiner ersten Modekollektion revolutionierte Christian Dior im Februar 1947 die internationale Modewelt. Der "New Look" war geboren und Diors Pariser Modehaus wurde über Nacht weltbekannt. Die Ausstellung stellte erst­malig die Bezüge zwischen Christian Dior und Deutschland in den Vordergrund und konzentrierte sich dabei auf die Gründungsepoche seines Modehauses. Dabei befasste sie sich mit den deutschen Lizenzfertigungen, den frühen Modeschauen, Diors Besuchsreise 1955 und dem Echo in der deutschen Modepresse. Zu den Exponaten gehörten originale Dior-Modelle und frühe Dior Modeschmuck-Garnituren.

       
© v.l.n.r.: Willy Maywald, Sammlung Ursula und Bert Grosse; Stiftung F.C. Gundlach; Staatliche Museen zu Berlin



Jakob Philipp Hackert. Ideallandschaften der Goethezeit
Alte Nationalgalerie 08.02.2007 - 01.05.2007
Jakob Philipp Hackert (1737-1807) zählte zu den gefragtesten Landschaftsmalern Europas. Seit 1768 lebte er in Italien und wurde 1778 von König Ferdinand IV. von Neapel zum Hofmaler ernannt. Später zog er sich auf ein Landgut in der Nähe von Florenz zurück, wo er unter dem Einfluss Goethes, den er 1787 kennengelernt hatte, begann seine Autobiographie und kunsttheoretische Gedanken über die Land­schafts­malerei aufzuschreiben. Anlässlich des 200. Todestages des Malers vereinte diese Kabinettausstellung einige Gemälde aus der Nationalgalerie mit ausgewählten Zeich­nungen des Kupferstichkabinetts sowie Leihgaben der Staatsbibliothek zu Berlin.



2006


Fragmente zur Melancholie. Bilder aus dem ersten Jahrhundert der Fotografie
Alte Nationalgalerie 13.12.2006 - 25.02.2007
Die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek präsentierte erstmals mit dieser Aus­stellung eine Berliner Privatsammlung zur Fotografie des 19. Jahrhunderts. Sie er­möglichte einen sehr eigenen, neuen Blick auf die ersten Jahrzehnte des neuen Bild­mediums, dass die Welt in ihrer Unermesslichkeit, ihren vielfältigen Kulturen und rätselhaften Erscheinungen leidenschaftlich erkundete.

   
© Sammlung Heiner Bastian



Konservieren oder Restaurieren
Altes Museum, Antikensammlung 17.11.2006 - 25.02.2007
Kustoden und Restauratoren bewegen sich schon seit mehreren Jahrzehnten im Spannungsfeld zwischen Konservieren (Erhaltung des status quo) und Restaurieren (Wiederherstellung des vermutlich originären Zustandes). Diese Ausstellung an­läss­lich des internationalen Kolloquiums "Konservieren oder Restaurieren. Restaurierung antiker Keramik von der Antike bis heute" präsentierte diese Thematik anschaulich.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung, Fotos: Volker Kästner



Konzert zur Wiedereröffnung des Bode-Museums
Bode-Museum 12.11.2006
Unter dem Namen "Preußens Hofmusik" widmen sich seit 2004 Musiker der Staats­kapelle Berlin einem Repertoire, das zu Zeiten Friedrichs II. in Berlin und Potsdam, aber auch in anderen Musikzentren Europas gespielt wurde. Zur Wiedereröffnung
des Bode-Museums spielten sie in der Basilika Werke von Johann Gottlieb Graun, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Wilhelm Friedemann Bach.



Die Dschazira - Kulturlandschaft zwischen Euphrat und Tigris
Pergamonmuseum, Museum für Islamische Kunst 11.11.2006 - 02.09.2007
Die Dschazira erstreckt sich zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris im nördlichen Mesopotamien. Die in der Ausstellung zu sehenden Meisterwerke aus dem 12. und
13. Jahrhundert stellten die Kunst und Kultur dieser Region vor. Neben Stücken aus dem Museum für Islamische Kunst waren auch Schätze aus der Orientabteilung der Berliner Staatsbibliothek und aus dem Münzkabinett zu sehen sowie Leihgaben aus der David Collection in Kopenhagen und aus dem Staatlichen Museum für Völker­kunde in München.

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst



Neue Nationalgalerie. Die Klassische Sammlung.
Von Edvard Munch zu Barnett Newman

Neue Nationalgalerie 27.10.2006 - 06.05.2007
Nach vier erfolgreichen Sonderausstellungen zeigte die Neue Nationalgalerie wieder Kunst des 20. Jahrhunderts aus der eigenen Sammlung. Die Ausstellung vereinte bedeutende Namen der europäischen Avantgarde wie Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner, Pablo Picasso, Max Beckmann, Oskar Kokoschka und Otto Dix. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde vor allem durch die in Deutschland einmalige Sammlung amerikanischer Farbfeldmalerei präsentiert, angeführt von Barnett Newmans "Who's Afraid of Red, Yellow and Blue IV".



EGMUS-Tagung zur europäischen Museumsstatistik
Institut für Museumsforschung 23.10.2006 - 24.10.2006
Das Institut für Museumskunde (IfM) der Staatlichen Museen zu Berlin organisierte
ab 1995 jährliche Konferenzen zur Museumsstatistik. Es wurden die verschiedenen europäischen Herangehensweisen an dieses Thema erörtert und der Erfahrungs­aus­tausch gefördert. Die Teilnehmer (nicht nur aus EU-Staaten) strebten eine Harmo­ni­sierung der Museumsstatistiken an. Das gleiche Ziel - eine Vereinheitlichung kultu­reller Statistiken auf EU-Ebene - verfolgte auch Eurostat, das statistische Institut der Europäischen Union. Die beiden Institutionen vereinten im Juni 2002 ihre Kräfte und gründeten die European Group on Museum Statistics (EGMUS).



Die Kunstkammer Würth
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst 19.10.2006 - Ende 2009
Anlässlich der Wiedereröffnung des Bode-Museums am 19. Oktober 2006 überließ
der Kunstsammler und Mäzen Reinhold Würth - dessen Sammlungsschwerpunkt vor allem auf dem Gebiet der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst lag - dem Museum für drei Jahre eine Auswahl von 28 Werken aus den Beständen seiner "Kunstkammer"-Sammlung. Hierbei handelte es sich vorwiegend um Kleinbildwerke frühneuzeitlicher Schnitzkunst des 17. und 18. Jahrhunderts.

   
© Staatliche Museen zu Berlin



Das Bode-Museum. 100 Meisterwerke
Bode-Museum ab 19.10.2006
Anlässlich der Wiedereröffnung des Bode-Museums am 19. Oktober 2009, der Wie­dervereinigung der Bestände der Skulpturensammlung und des Museums für Byzan­tinische Kunst und der gemeinsamen Präsentation mit dem Münzkabinett zeigen die Staatlichen Museen zu Berlin in diesem Bildband Aufnahmen des sanierten Gebäudes und der hundert bedeutendsten Exponate aus den drei Sammlungen.


© Staatliche Museen zu Berlin


Felix Gonzalez-Torres
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 01.10.2006 - 09.01.2007
Das RealismusStudio der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst präsentierte an­läss­lich des 10. Todestages Felix Gonzalez-Torres eine umfangreiche Retrospektive im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin. Die Ausstellung konzentrierte sich auf die semitemporären und reproduzierbaren Werke des Künstlers sowie auf eine Auswahl seines fotografischen Schaffens. Felix Gonzalez-Torres forderte den Besucher auf, sein Werk aktiv mitzugestalten und stellte somit die Untastbarkeit des Kunstwerkes in Frage.



Doku.Arts - Internationales Festival für Filme zur Kunst
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 14.09.2006 - 17.09.2006
Bei der ersten Doku.Arts, einem Festival für Dokumentarfilme über Kunst, waren 2006 im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin und in der Akademie der Künste 35 internationale Filmbeiträge zu sehen. Die thematischen Schwerpunkte waren "Artists at Work" (der künstlerische Schaffensprozess), "The Public at Work with Art" (Einbindung des Publikums oder beteiligter Arbeiter in die Kunst) und "Fokus Kanada" (dank der Zusammenarbeit mit der kanadischen Botschaft). Zu den Filmen gab es Filmgespräche und Diskussionen.

   
© links: viewpoint productions; rechts: Schumacher & Frey GmbH



International Seminar - Impact of loan traffic on works of art
Museen Dahlem 04.09.2006 - 05.09.2006
Das Rathgen-Forschungslabor veranstaltete in den Museen Dahlem ein internationales Seminar zu den Risiken für Kunstwerke bei Transport und Verleih. In Vorträgen und Diskussionen wurden verschiedene Aspekte dieses Themas erörtert.



Piepenbrock Förderpreis für Skulptur 2006: Felix Schramm. SOFT CORROSION
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 06.07.2006 - 03.09.2006
Felix Schramm fertigte die prämierten Skulpturen, die in der Preisträgerausstellung der Kulturstiftung Hartwig Piepenbrock gezeigt wurden, aus Materialien wie Farbe, gebrochenen Rigipsplatten, Holz und Fundstücken. Außerdem integrierte er Platten­spieler in die Kunstwerke, die verzerrte Kinderlieder spielten.

       
© Felix Schramm



Vortrag: "Zwei kostbare Madonnen der Berliner Skulpturensammlung
und die Blüte der lothringischen Skulptur des 14. Jahrhunderts"

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst 27.06.2006
Der Vortrag von Prof. Dr. Joseph Adolf Schmoll gen. Eisenwerth, der Zeitzeuge der Skulpturenausstellung auf der Museumsinsel vor dem Krieg war, fand in Verbindung mit der Präsentation seines Buches "Die lothringische Skulptur des 14. Jahrhunderts" statt. Anlässlich des Vortrags präsentierte das Bode-Museum auch den kurz zuvor eingerichteten Saal mit Bildwerken des 13. und 14. Jahrhunderts, zu denen auch die lothringischen Madonnen gehörten.


© Staatliche Museen zu Berlin



Der Ball ist rund - Kreis, Kugel, Kosmos
Pergamonmuseum 08.06.2006 - 27.08.2006
Zur Fußballweltmeisterschaft 2006 präsentierten die Staatlichen Museen zu Berlin
eine Ausstellung mit mehr als 250 Objekten zu zwei der ältesten und zentralen Symbole der Menschheitskultur: Kreis und Kugel. Kunstschätze unterschiedlicher Epochen und Kulturen wurden mit naturwissenschaftlichen Objekten zu fünf großen Leitthemen vereinigt: "Schöpfung und Erkenntnis", "Kosmos", "Kreislauf der Zeit", "Spiel und Zufall" und "Zeichen der Macht".

   
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto links: Jürgen Liepe, Foto rechts: Jörg P. Anders



Berlin-Tokio/Tokio-Berlin. Die Kunst zweier Städte
Neue Nationalgalerie 07.06.2006 - 03.10.2006
Anlässlich des Deutschland-Jahres in Japan 2005/2006 zeigten das Mori Art Museum Tokio und die Nationalgalerie Berlin mit Unterstützung des Kupferstichkabinetts, der Kunstbibliothek und des Museums für Ostasiatische Kunst diese umfassende Aus­stel­lung, die die bereits seit über 100 Jahren existierenden historischen und kunsthisto­ri­schen Verbindungen zwischen Berlin und Tokio thematisierte. Ergänzt wurde die Aus­stel­lung um ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm mit DJ-Abenden, Mangafloh­markt und einer Tanzperformance zur "Langen Nacht der Museen 2006" sowie um eine Vortragsreihe, unter anderem mit folgenden Themen:
- Berlin und Tokyo als Orte künstlerischer Produktion. Künstler der Ausstellung im
  Gespräch
- Toyo Ito. Emerging Grid. Der japanische Architekt spricht über den Entwurf für die
  Ausstellungsarchitektur.


© Staatliche Museen zu Berlin



Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft. Caspar David Friedrichs Gemälde
"Mönch am Meer" betrachtet von C. Brentano, A. von Arnim und H. von Kleist

Alte Nationalgalerie 02.06.2006 - 27.08.2006
Caspar David Friedrichs "Mönch am Meer", eines der bedeutendsten Gemälde der Romantik, wurde mit dieser Ausstellung in den Kontext zeitgenössischer Literatur
und Kunsttheorie gestellt. Heinrich von Kleist hatte Clemens Brentano und Achim
von Arnim um eine Rezession des Bildes für die von ihm herausgegebene Zeitung "Berliner Abendblätter" gebeten. Kleist bearbeitete die vierseitige Handschrift der beiden Autoren und veröffentlichte den Text erweitert und mit neuer gedanklicher Ausrichtung am 13. Oktober 1810.

   
© links: Staatliche Museen zu Berlin; rechts: Stiftung Preußischer Kulturbesitz



Pour le Mérite. Vom königlichen Gelehrtenkabinett zur nationalen Bildnissammlung
Alte Nationalgalerie 30.05.2006 - 10.09.2006
1842 gründete Friedrich Wilhelm IV. den noch heute existierenden Orden Pour le Mérite der Friedensklasse, um die zivilen Verdienste der großen Denker, Künstler
und Literaten wie Alexander von Humboldt, Johann Gottfried Schadow oder Ludwig Tieck in den Mittelpunkt einer königlichen Ehrung zu stellen. Die Ausstellung zeigte zum ersten Mal eine Auswahl der im Auftrag des Königs gemalten Ordensporträts
aus dem Besitz der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gemeinsam mit den
zu diesem Anlass restaurierten Bildnissen der Nationalgalerie.

       
© links: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten; Foto Roland Handrick; mitte/rechts: Staatliche Museen zu Berlin; Foto: Andres Kilger



Regina Schmeken: Unter Spielern
Museum für Fotografie 24.05.2006 - 30.07.2006
Die Fotografin Regina Schmeken präsentierte ihre Bewegungsstudien aus der Welt des Tanzes und des Fußballs in einem monumentalen, überlebensgroßen Fries. In seriellen Aufnahmen untersuchte sie den prekären Moment der Balance zwischen Stillstand und Bewegung, der sowohl Tänzern als auch Fußballspielern eigen ist. In einem weiteren Ausstellungsraum zeigte Regina Schmeken Studien aus Fecht­kämp­fen.

       
© Fotos: Regina Schmeken



Weltsprache Abstraktion. Gestalt, Magie und Zeichen
Museen Dahlem, Ethnologisches Museum 21.05.2006 - 15.10.2006
Die Ausstellung führte Werke der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts aus Europa und Nordamerika mit Werken der alten Kunst Afrikas, Amerikas, der Südsee, Asiens und Europas aus verschiedenen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin zu­sammen. Vom Ornament über stilisierte Figurationen bis zur Magie des eigenstän­di­gen abstrakten Kunstwerkes reichte die Skala dieser Gestaltungen aus sehr unter­schiedlichen Kulturkreisen, die eine erstaunliche Nähe der künstlerischen Formen aufwiesen.

       
© Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum



SAM'AL. Archäologische Miszellen
Pergamonmuseum, Vorderasiatisches Museum 19.05.2006 - 03.09.2006
1888 bis 1902 fanden in der Ruinenstätte Zincirli (ehemals Sendschirli) am östlichen Fuße des Amanus-Gebirges im Südosten der Türkei mehrere Ausgrabungskampagnen statt. Dabei konnten zahlreiche Funde und Befunde gesichert werden, die wesentliche Aussagen zur Geschichte des späthethitisch-aramäischen Herrschersitzes Sam'al aus dem 10. bis 8. Jahrhundert v. Chr. ermöglichten. Im Rahmen von Restaurierungs­arbeiten und wissenschaftlicher Untersuchungen wurden nun neue Beobachtungen gemacht, die beispielhaft in dieser kleinen Exposition vorgestellt wurden.

     



Ludwig von Hofmann. Pastelle - Aquarelle - Zeichnungen
Alte Nationalgalerie 11.05.2006 - 27.07.2006
Das Kupferstichkabinett zeigte in der Alten Nationalgalerie Werke des um 1900 hoch­gerühmten Malers und Grafikers Ludwig von Hofmann, dessen Werke im Jugendstil und im Symbolismus wurzeln, aber auch durch den Impressionismus, den Neu­idea­lismus und sogar den Expressionismus beeinflusst wurden. Starke Inspirationen be­zog er aus der zeitgenössischen Literatur wie auch aus Musik, Theater und Tanzkunst. Von großer Bedeutung waren für ihn seine regelmäßigen Reisen nach Italien.



InselPerspektiven - Archäologie Universal
Seit über 175 Jahren dient die Archäologie als friedliches Instrument der Politik. Mit der Suche nach den Kulturen der Vergangenheit und ihrer Interpretation trägt sie zur Selbstdefinition bei und fördert den Dialog der Kulturen. Projektpräsentationen aktu­eller Feldforschung und anschließende Gespräche mit den Kooperationspartnern der Gastländer vermittelten ein anschauliches Bild heutiger Archäologie.
- Ägyptisches Museum und Papyrussammlung 03.05.2006:
  Die Stadt in der Steppe. Grabungen im Sudan
- Museum für Islamische Kunst 14.06.2006:
  Das Mschatta-Projekt. Auf den Spuren frühislamischer Architektur
- Museum für Byzantinische Kunst 12.07.2006:
  Byzantinische Forschungen in der Türkei
- Vorderasiatisches Museum 01.11.2006: Die Trias der Götter vom Tell Halaf
- Antikensammlung 23.01.2007: Milet in der Kaiserzeit und in der Spätantike
- Ägyptisches Museum und Papyrussammlung 28.03.2007: Archäologie und Politik



Konstantin in Berlin. Ein neu gefundener Kolossalkopf vom Trajansforum in Rom
Altes Museum, Antikensammlung 29.03.2006 - 03.09.2006
Die Ausstellung zeigte einen kolossalen Porträtkopf des römischen Kaisers Konstantin (306 - 337 n. Chr.), eine hochkarätige Leihgabe der Kapitolinischen Museen in Rom. Der Marmorkopf wurde im Juni 2005 in einer Abwasserleitung unter dem Fußboden des Trajansforum in Rom gefunden. Wahrscheinlich gelangte er bereits im Mittelalter unter die Erde und blieb so jahrhundertelang unentdeckt.

       
© außen: Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung; mitte: Kapitolinische Museen Rom



Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Neue Fotografie und Video aus China
Museen Dahlem, Museum für Ostasiatische Kunst 24.03.2006 - 14.05.2006
In Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt zeigte das Museum für Ost­asiatische Kunst Werke experimentell arbeitender Künstler aus China. Die Werke waren individuelle Antworten auf die gewaltigen Veränderungen, die Chinas ökono­misches, soziales und kulturelles Leben während der vergangenen zwei Jahrzehnte erfasst hatten. Fotografie und Video waren dabei die bevorzugten Medien.

   
© links: Zhao Bandi; rechts: Qiu Zhijie



Marcel Odenbach. In stillen Teichen lauern Krokodile. Videoinstallation 2002/2004
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 23.03.2006 - 11.06.2006
Die Videoinstallation "In stillen Teichen lauern Krokodile", eine zentrale neuere Arbeit von Marcel Odenbach, setzte sich mit dem Genozid in Ruanda 1994 auseinander, dem 800.000 Tutsi zum Opfer fielen. Das Werk befasste sich mit den psychologischen Nachwirkungen in einem Land, das vor der schwierigen Aufgabe stand, die Mörder zu verurteilen und gleichzeitig verschiedene Bevölkerungsgruppen wieder miteinander zu versöhnen.



Die Götter beschenken - Antike Weihegaben
Pergamonmuseum, Antikensammlung 09.03.2006 - 15.04.2007
Die Ausstellung bot dem Besucher ein großes Spektrum antiker Weihgaben. Die Götter zu beschenken, um ihr Wohlwollen und ihren Schutz zu erwirken oder ihnen für bereits gewährte Hilfe zu danken, war in der Antike eine weit verbreitete Sitte. Deshalb wurden in antiken Heiligtümern große Mengen an Weihreliefs, Votivtafeln
und Statuetten gefunden.

   



Face Time: Music and Literature. India rocks!
Museen Dahlem, Museum für Indische Kunst 19.02.2006
Amit Chaudhuri, der zu dieser Zeit als Samuel-Fischer-Gastprofessor an der Freien Universität lehrte, stellte zusammen mit seinem Kollektiv das gemeinsame Projekt "This is not fusion" vor. Das Gesprächkonzert mit Sonia Phalnikar zeigte wie man gekonnt Genregrenzen überschreiten kann und einen Ort findet, an dem westliche Popmusik mit Claptons "Layla" oder Gershwins "Summertime" und indischer Raga auch mal anders definiert werden.



Salon Noir - Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung
"Melancholie. Genie und Wahnsinn in der Kunst"

Neue Nationalgalerie 17.02.2006 - 07.05.2006
Während die Ausstellung "Melancholie. Genie und Wahnsinn in der Kunst" Meister­werke verschiedener Epochen präsentierte, um zu zeigen wie Melancholie als schöp­ferische Kraft die Kunst inspirierte, näherte sich der "Salon Noir" mittels Konzerte, Performances, Lesungen, Vorträge, Partys und Kinofilmen dem Thema Melancholie. Highlights waren unter anderem der Starauftritt von Hélène Grimaud in der Yellow Lounge, Ben Beckers Kinski-Programm, die Acoustic Show von Deine Lakaien und finnischer Tango.

   
© German Arts



Lebenslauf = Werklauf. Hommage an Joseph Beuys zum 20. Todestag
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 21.01.2006 - 23.04.2006
Im 20. Todesjahr von Joseph Beuys (1921 - 1986) erinnerte diese kleine Ausstellung an den Künstler, für den Kunst und Politik eng zusammenhingen, da in seiner kosmo­politischen Utopie die Kunst die Gesellschaft verändert. Der Titel der Ausstellung be­zog sich auf eine Äußerung des Künstlers, in der er sein Selbstbild in der radikalen Formel "Lebenslauf = Werklauf" zusammenfasste und damit jeden Lebenszusam­men­hang als einen der Kunst zugehörigen Gestaltungsprozeß verstand.



Eustache Le Sueur und die französische Barockmalerei des 17. Jahrhunderts
Kulturforum Potsdamer Platz, Gemäldegalerie Januar 2006
Nachdem das Gemälde "Heiliger Bruno im Gebet" von Eustache Le Sueur nach er­folg­ter Restaurierung bereits einige Monate in den Ausstellungsräumen der Gemälde­galerie ausgestellt worden war, wurde dieses eindrucksvolle Werk für kurze Zeit von Gemälden aus dem Pariser Louvre und der Potsdamer Bildergalerie umgeben. Diese temporäre Zusammenstellung ließ einen Einblick in das Werk Eustache Le Sueurs zu.



2005


Ulrike Grossarth. 1 2 3 4 5 - Umgebung
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 17.12.2005 - 05.03.2006
Als Abschluss ihrer 15jährigen bildnerischen Werkphase führte Ulrike Grossarth
einige Ergebnisse ihrer Arbeit in dieser Ausstellung zusammen und verwandelte
sie gleichzeitig in ein neues Projekt. Gezeigt wurden der aus einem diskursiven Verfahren resultierende Bau I, eine Rekonstruktion der Salle Blanche von Marcel Broodthaers, in der die Künstlerin ein Museum der Väter eingerichtet hatte, Ulrike Grossarths Bearbeitung des großen Bildatlas' der französischen Aufklärung und
ein interaktiver Workshop zu künstlerischen Verfahrensweisen experimenteller Environments.


© Ulrike Grossarth, 2005



Bernhard Heiliger und Bernhard Heisig - zwei Künstlerleben im geteilten Deutschland
Martin-Gropius-Bau 15.12.2005
Anlässlich der im Martin-Gropius-Bau gezeigten Retrospektiven zum Werk des west­deutschen Bildhauers Bernhard Heiliger (1915-1995 Kosmos eines Bildhauers) und des ostdeutschen Malers Bernhard Heisig (Die Wut der Bilder) veranstalteten die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und die Bernhard-Heiliger-Stiftung eine Podiumsdiskussion. Gegenstand des Gesprächs bildeten die vierzig Jahre ge­teil­ter Entwicklung deutscher Kunst und die sehr gegensätzlichen Auffassungen von Kunst und ihrer Funktion in der Gesellschaft.



Max Beckmann Seiner Liebsten
Alte Nationalgalerie 08.12.2005 - 06.03.2006
Die Ausstellung widmete sich der Beziehung des Paares Max Beckmann und Minna Beckmann-Tube. Viele von Max Beckmanns Bildern zeigen seine Frau und ihr gilt auch die Widmung auf vielen seiner Gemälde: MBSL - Max Beckmann Seiner Liebsten.





Krakauer Krippen - Weihnachtsglanz aus Polen
Museen Dahlem, Museum Europäischer Kulturen 26.11.2005 - 29.01.2006
Traditionell wurden in Krakau märchenhaft anmutende Krippen (polnisch "Szopki") aus Holz, Pappe und buntem Stanniolpapier gefertigt, die reale Bauwerke imitierten. Die in dieser Ausstellung gezeigten Krippen stammten aus dem Ethnografischen Museum Krakau. Ursprünglich dienten sie als transportable Kulissen für Krippenspiel­aufführungen. Ihren Höhepunkt erlebte diese Tradition vom 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg. Seit 1937, unterbrochen allerdings im Zweiten Weltkrieg, gab es einen jährlichen Wettbewerb um die schönste Krippe Krakaus.

           
© Fotos: Jacek Kubiena



Histria - Istria - Istrien. Ein archäologisches Juwel in der Adria
Museum für Vor- und Frühgeschichte 19.11.2005 - 31.03.2006
Erstmalig wurden in Deutschland die reichen archäologischen Hinterlassenschaften Istriens präsentiert, das heute größtenteils zu Kroatien gehört. Gezeigt wurden einmalige Zeugnisse der historischen Entwicklung Istriens von den Anfängen vor 100.000 Jahren bis in das 11. Jahrhundert n. Chr.

   



Transformationen - Der Koranständer
Westliche Bilder der Malerin Elisabeth Rößler zu einem östlichen Faltpult
Pergamonmuseum, Museum für Islamische Kunst 18.11.2005 - 15.01.2006
Der vierteilige "Koranständer" ist ein faszinierendes Objekt, das wie ein vielfältiges Puzzle von geometrischen Grundformen der Kunst islamisch geprägter Kulturen er­scheint. Die Diskussionen um kontroverse Deutungen dieses Gegenstandes regten die Künstlerin Elisabeth Rößler zu einer Bilderfolge (1993 - 1997) an.





Lesung: Prof. Dr. Heinz Berggruen "Die Giacomettis und andere Freunde"
Museum Berggruen 14.11.2005
Diese Lesung präsentierte Erinnerungsstücke des großen Berliner Galeristen und Kunstsammlers Heinz Berggruen, vor allem Geschichten und Betrachtungen über Künstler und Sammler - von Baron Rothschild über die Brüder Giacometti bis Paul Klee, Frida Kahlo oder Gertrude Stein - die er zu seinen Freunden zählte.



KinderKunstFest 2005
Kulturforum Potsdamer Platz 13.11.2005
Zum dritten Mal veranstalteten die Staatlichen Museen zu Berlin das KinderKunstFest anlässlich der Berliner Märchentage. Das Thema stand dabei ganz im Zeichen des dänischen Nationaldichters Hans Christian Andersen. Neben Märchenerzählern, Musik, Theater und handwerklichen Workshops fand auch eine Kostümprämierung statt.





Laufsteg Mode: Die Sammlung Kamer/Ruf - Mode vom 18. bis 20. Jahrhundert
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstgewerbemuseum 05.11.2005 - 15.01.2006
Die Ausstellung gewährte einen ersten Einblick in die 2003 erworbene Modesammlung von Martin Kamer und Wolfgang Ruf. Sie zeigte mit 40 ausgewählten Kostümen einen Querschnitt internationaler Mode vom 18. Jahr­hundert bis zur Haute Couture des 20. Jahrhunderts.

   
© Fotos: Saturia Linke



Symposium: Fotografischer Orient
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 05.11.2005
Das Symposium setzte sich mit künstlerischen Konzeptionen zum Thema Orient aus­einander. Die erste Sektion vollzog die historischen Dimensionen der Orientfotografie nach und diskutierte das Medium Fotografie in seiner Bedeutung für die Orientdar­stel­lung. Im zweiten Teil wurde die Frage aufgeworfen, welche Bilder vom Orient die Mas­senmedien heute produzieren. Die dritte Sektion erörterte die zeitgenössische künst­lerische Auseinandersetzung mit dem Topos Orient. Das Symposium fand im Rahmen der Ausstellung "Shirin Neshat - Recent and Early Works" statt, in der zwei Filme - Mahdokht (2004) und Zarin (2005) - aus Shirin Neshats fünfteiligem Film "Women without Men" gezeigt wurden.

   
© Shirin Neshat; Courtesy Barbara Gladstone Gallery, New York; Fotos: Larry Barns



Druet sieht Rodin: Skulptur & Photographie
Alte Nationalgalerie 02.11.2005 - 08.01.2006
Die Ausstellung präsentierte 125 Fotografien von Eugène Druet, die Werke von Auguste Rodin zeigten. Die sehr malerisch gehaltenen Aufnahmen reproduzierten die Bildwerke nicht nur dokumentarisch, sondern interpretierten die Plastiken durch differenzierte Lichtführung, bizarre Perspektiven, Kontraste und Blicke in den umgebenden Raum.


© Staatliche Museen zu Berlin



Vortragsreihe zur Ausstellung "Pablo. Der private Picasso"
Neue Nationalgalerie 02.11.2005 - 07.12.2005
Während der Ausstellung "Pablo. Der Private Picasso" mit Werken Picassos, die er ein Leben lang bei sich behielt und erst nach seinem Tod dem französischen Staat schenkte, fand eine Reihe von Vorträgen statt:
- Gérard Régnier: Klimt und Picasso im Jahre 1907 - Die Erotik und der Tod
- Pierre Daix: Fünfunddreißig Jahre Begegnungen mit Picasso
- Diana Widmaier Picasso, Enkelin des Künstlers: Picasso - Kunst ist immer erotisch
- Jacques Toubon: Picasso und die Pariser Schule
- Jean-Hubert Martin: Duchamp, Man Ray, Picabia - Drei Freunde im Paris der 20er Jahre



Persisch-arabische Kalligraphien alter ostislamischer Meister
Pergamonmuseum, Museum für Islamische Kunst 01.11.2005 - 29.01.2006
In der iranischen Kultur mit ihrem großen höfischen Mäzenatentum spielte die Poesie seit vorislamischer Zeit eine Leitrolle für die ethische Bildung des Menschen. Große iranische Kalligraphen führten neue arabische Schreibstile für das Festhalten von Dichtungen und Epen ein, die mit größter Bewunderung im osmanischen und indisch-islamischen Kulturkreis gesammelt, kopiert und weiter entfaltet wurden. Berlin besitzt einige der bedeutendsten Kalligraphien aus diesem Kulturkreis, die einer breiteren Öffentlichkeit mit dieser Ausstellung präsentiert wurden.



Islamische Architektur im Gangesdelta. Historische Bauten in Bangladesh nach Fotos von Babu Ahmed
Pergamonmuseum, Museum für Islamische Kunst 14.10.2005 - 15.01.2006
Lange vor der Herrschaft der kunstsinnigen Moghulkaiser entwickelte sich in Bangladesh eine reiche Architektur. Sowohl hinduistische wie islamische Kultstätten wurden in einem eigenen Baustil aus Ziegeln und Stein errichtet, teilweise mit Terracotta-Dekor. Gemeinsam mit seiner Frau, der Historikerin Nazli Chowdhury, legte der Journalist und Fotograf Babu Ahmed hiervon eine umfangreiche Archivdokumentation an. In einer Auswahl präsentierte die Ausstellung Aufnahmen der bedeutendsten Moschee-, Mausoleums- und Palastbauten aus dem 15. bis frühen
20. Jahrhundert.





Symposium: Räume der Zeichnung
Akademie der Künste am Pariser Platz / Kulturforum Potsdamer Platz 13.10.2005 - 15.10.2005
Im Rahmen des Jahresprogramms der Akademie der Künste zum Thema Raum und parallel zur Ausstellung des Kupferstichkabinetts "Wittgenstein in New York. Stadt und Architektur in der neueren Kunst auf Papier" fand eine internationale Tagung statt. Diese versammelte Referenten aus den führenden Institutionen der Zeichnungs­vermittlung und Forschung sowie aus der künstlerischen Praxis, u. a. :
- Astrit Schmidt-Burckhardt: Gezeichnete Geschichte! - Historiographie als Diagramm?
- Steffen Bogen: Logische und ästhetische Experimente - Diagramme bei Peirce und Duchamp
- Andreas K. Vetter: "Linea autem ..." - Zur graphischen Annäherung an das Architektonische
- Andreas Schmid: Räume öffnen, Räume schließen. Möglichkeiten der Zeichnung
Am Ende des Tagungsprogramms stand ein Besuch der Ausstellung "Wittgenstein in New York", die sich der künstlerischen Beschäftigung mit Stadt und Architektur von 1965 bis heute widmete und Zeichnungen und Druckgraphiken zeigte.

   
© links: Philip Pearlstein; rechts: Ed Ruscha



Symposium: Welche Aufgabe hat das Museum? In Memoriam Ryszard Stanislawski
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 02.10.2005
Das Symposium diskutierte die Aufgaben eines öffentlichen Museums für zeitgenössische Kunst. Der Beginn des neuen Jahrtausends war ein Wendepunkt in der Museumsgeschichte. Knappe finanzielle Mittel zwangen die Museen sich stärker privatwirtschaftlich zu orientieren, neue Ausstellungs- und Marketingstrukturen anzuwenden und die Frage der Wechselbeziehung von Museum und Öffentlichkeit neu zu überdenken.



Metropol Parasol. Plaza de la Encarnaciòn, Sevilla
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek 30.09.2005 - 06.11.2005
Mit dem Projekt "Metropol Parasol" konnte der in Berlin lebende Architekt Jürgen Mayer H. im Juni 2004 den internationalen Wettbewerb für die Neugestaltung der Plaza de la Encarnaciòn in Sevilla gewinnen. Durch eine gemischte Nutzung soll der Platz künftig eine neue urbane Funktion und Identität erhalten. Im Untergeschoss werden die an dieser Stelle gefundenen archäologischen Reste der römischen Stadt gezeigt. Über allem wird sich eine schirmartige Struktur spannen, die für den darunter liegenden öffentlichen Platz Schatten spenden soll. Auf dem Dach sind eine Aussichtsplattform und ein Restaurant geplant.


© Jürgen Mayer H.



Unbekanntes Tibet - Schätze aus buddhistischen Klöstern
Museen Dahlem, Museum für Indische Kunst 29.09.2005 - 29.01.2006
Die Ausstellung präsentierte seltene, sehr kostbare Eisenarbeiten aus dem Himalaya-Gebiet, die zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich waren. Fragile, vergoldete Scharnierbänder und Türklopfer, die sich ursprünglich an den rotlackierten Portalen buddhistischer Klöster befanden, enthüllten ihre einzigartige filigrane Kunstfertigkeit. Darüber hinaus wurden Beschläge und Scharniere für Kisten, Kästchen und Futterale für wertvolle, oft rituelle Objekte sowie prachtvolle Metallverzierungen von Pferdesätteln, Zaumzeug und Lederriemen gezeigt.

       
© Fotos: Iris Papadopoulos



Die letzten Stunden von Herculaneum
Altes Museum, Antikensammlung 22.09.2005 - 01.01.2006
Die Ausstellung zeigte neue Grabungsfunde aus der vom Vesuv verschütteten Stadt Herculaneum sowie Leihgaben aus dem Nationalmuseum Neapel. Unter den Exponaten befanden sich neben antiken Schriftrollen auch Abgüsse gut erhaltener Skelette der Bewohner von Herculaneum, die 1982 in den Bootshäusern entdeckt wurden. Diese ließen erstmals Rückschlüsse über Aussehen, Lebensgewohnheiten und Krankheiten der Menschen zu.

   
© links: Foto: Jochen Hähnel; rechts: Foto: Luciano Pedicini



Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2005
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 02.09.2005 - 16.10.2005
Die Ausstellung zeigte Werke der für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2005 nominierten Künstler
John Bock, Monica Bonvicini, Angela Bulloch und Anri Sala. Alle vier sind international renomierte Künstler, die auf den Biennalen der Welt präsent waren und deren Werke in Einzelausstellungen gezeigt wurden. Die Ausstellung, die zum Vergleich einlud, präsentierte von jedem Künstler eine neue Arbeit, wobei alle Medien zugelassen waren: von der Skulptur über Video und Film bis hin zur Installation.



MuseumsInselFestival 2005 - Lautten Compagney und Capella Angelica: Passion Petrarca
Kulturforum Potsdamer Platz 02.09.2005 und 04.09.2005
Die Veranstaltung befasste sich mit der Frage: Wer war Francesco Petrarca? Zwei Sängerinnen und drei Sänger ließen vor den Augen und Ohren des Publikums das Bild eines Menschen entstehen, der seine Werke als Zeugnisse seines Lebens ausgab, umgekehrt sein Leben als Kunstwerk inszenierte und dabei absichtsvoll die Grenze zwischen Dichtung und Wahrheit, zwischen Fiktion und Authentizität verwischte.





Robert Koldewey - ein Archäologenleben. Zum 150. Geburtstag des Ausgräbers von Babylon
Pergamonmuseum, Vorderasiatisches Museum 01.09.2005 - 31.12.2005
Die Ausgrabung Babylons, die Robert Koldewey im Auftrag der Berliner Königlichen Museen und der Deutschen Orient-Gesellschaft von 1899 bis 1917 leitete, war sein Lebenswerk. Im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung stand aber weniger der wissenschaftliche Ertrag seiner Arbeit als vielmehr die faszinierende und eigenwillige Persönlichkeit Robert Koldeweys.





Pablo Picasso - Peter Cornelius: Die Erotik der Linie
Neues Museum in Weimar 22.08.2005 - 25.09.2005
Die Ausstellung feierte eine Begegnung der außergewöhnlichen Art: Pablo Picasso, künstlerisches Genie des 20. Jahrhunderts, traf den im 19. Jahrhundert als größten Künstler der Epoche gefeierten Peter Cornelius. Das Kupferstichkabinett und die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin zeigten Werke der beiden Künstler im Rahmen des Kunstfestes Weimar.


© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie; Foto: Jörg P. Anders



1830 - Die Antike im Alten Museum - 2005
Altes Museum, Antikensammlung 03.08.2005 - 30.10.2005
Anlässlich des 175jährigen Bestehens der Staatlichen Museen zu Berlin zeigte die Antikensammlung antike Kostbarkeiten im Alten Museum, dem ersten öffentlichen Museum Preußens. Die rund um den betenden Knaben ausgestellten Kunstwerke bildeten einst den Grundstock des Museums und stammten aus der Königlichen Sammlung oder wurden gezielt erworben.


© Staatliche Museen zu Berlin



Do it yourself. Positionen von den sechziger Jahren bis heute
Sammlung Marx im Hamburger Bahnhof
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 12.05.2005 - 14.08.2005
Die Ausstellung präsentierte die Sammlung Marx in neuer Anordnung und erlaubte einen intensiven Rückblick auf die Kunst der sechziger und siebziger Jahre. Dabei zeigte sie, dass jene Zeit für die Künstler der Gegenwart noch immer als lebendiger Ausgangspunkt für eigene innovative Konzepte dient. Der Ausstellungstitel "Do It Yourself" geht auf ein frühes Werk von Andy Warhol zurück, das retrospektiv als Programmbild der Sixties gelten kann.
Anlässlich der Ausstellung fanden begleitende Vorträge statt:
07.06.2005 Prof. Dr. Philip Ursprung: Do it! Das Erbe der Sixties
21.06.2005 Dr. Dirk Luckow: Beys und Amerika
30.06.2005 Prof. Dr. Hanne Loreck: Design. Warhols Muster zwischen Konsum und Krieg


© Andy Warhol Foundation for the Visual Arts/ARS, New York; Foto: Roman März



Die Stunde Null. ÜberLeben - Umbruchzeiten 1945
Museen Dahlem, Museum Europäischer Kulturen 08.05.2005 - 06.01.2008
Diese Ausstellung widmete sich aus alltagsgeschichtlicher und kunsthistorischer Sicht dem Kriegsende in Berlin. Entbehrungen und Umbruch, Verluste und die Kraft des Neubeginns prägten diese Zeit gleichermaßen. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stand das Bild des zerstörten Berlins mit seinen aus verschiedensten Gründen heimatlos gewordenen Menschen aller Nationen. Ein Blick in die Alltagswelten machte das historische Geschehen im Leben des Einzelnen nachweisbar.

   
© Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz



Mode Thema Mode
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek
Eine Vortragsreihe zu historischer Kleidung und Mode, u.a. mit folgenden Themen:
- Anne Petersen: Modeberichterstattung, das Stiefkind der deutschen Presse (27.04.2005)
- Julia Bertschik: Vom Bubikopf zum Gretchenzopf? Modejournalismus im "Dritten Reich" (08.06.2005)
- Martin Kamer: Fragmente und Ruinen. Kleider erzählen Geschichten (07.06.2006)
- Elisabeth Hackspiel-Mikosch: Des Kaisers neue Kleider. Napoleon Bonaparte (06.12.2006)
- Adelheid Rasche, Christine Waidenschlager: Coats! Eine kleine Geschichte des Damenmantels (17.01.2007)
- Gesa Kessemeier: Charme ist eine feine Waffe. Portraits bedeutender Kundinnen Uli Richters (05.12.2007)
- Martina Glomb: Vivienne Westwood. Einblicke in die Designmethodik (18.06.2008)
- Petra Hesse: Evet - ja, ich will! Hochzeitskleidung, eine deutsch-türkische Begegnung (29.10.2008)
- Beatrice Behlen: Fühlt sich Ihre Hoheit Golden oder Silbern? (11.02.2009 )
- Ulrich Rüter: Körper Macht Mode. Helmut Newton und die Modefotografie (13.05.2009)





Moderne Kalligraphie persischer Künstler
Museen Dahlem, Ethnologisches Museum 22.04.2005 - 07.11.2005
Die Ausstellung präsentierte Arbeiten der Künstlerin Shahla Safarzadeh und des Künstlers Mahmoud Mirzaie, deren Schaffen durch die Tradition der klassischen persischen Kalligraphie beeinflusst wurde. Ihre Gemälde, Radierungen und Tuschzeichnungen griffen in höchst unterschiedlichem Maße diese Tradition auf, spiegelten aber ebenso die Brüche wider, die die hohe Kunst der klassischen Kalligraphie durch die Moderne erfahren musste.

   
© links: Mahmoud Mirzaie; rechts:Shahla Safarzadeh



Menzel und Berlin - Eine Hommage
Kulturforum Potsdamer Platz, Kupferstichkabinett 11.03.2005 - 05.06.2005
Adolph Menzel (1815 - 1905) lebte 75 Jahre seines Lebens in Berlin und war mit dieser Stadt in einem Maße verbunden wie kaum ein anderer Künstler seiner Zeit. Die preußische Hauptstadt prägte ihn als Mensch und als Künstler. Anhand einer repräsentativen Auswahl von Zeichnungen, Pastellen, Gouachen und graphischen Arbeiten spürte die Ausstellung der Rolle Berlins im Schaffen Menzels nach.


© Staatliche Museen zu Berlin



Menzel und der Hof
Alte Nationalgalerie 09.02.2005 - 05.06.2005
Zum 100. Todestag des Künstlers zeigte die Alte Nationalgalerie ergänzend zur Ausstellung "Menzel und Berlin" im Kupferstichkabinett Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen, die sich mit dem Leben am Preußischen Königshof beschäftigten. Gezeigt wurden unter anderem die eindrucksvollen, farbkräftigen Entwürfe und Porträtstudien zum "Krönungsbild" in Potsdam.

   
© Staatliche Museen zu Berlin



Veranstaltungsreihe: WissensKünste 2005.
Zwischen Evolution und Experiment - Schönheit in Kunst und Wissenschaft

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 13.01.2005 - 18.03.2005
Die "WissensKünste" sollen einen Brückenschlag zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Kreativität herstellen. International bekannte Künstler und Wissenschaftler tauschen spezifische Beiträge zu Phänomenen der wissenschaftlichen, technischen und medialen Entwicklung der Kultur aus. 2005 befasste sich die Veranstaltungs-reihe mit dem Thema "Schönheit in Kunst und Wissenschaft".



"Die F.C. Flick Collection - Acht Bilder zum Nachdenken, ob's so weitergeht"
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 11.01.2005
Öffentliche Preview des ARTE-Dokumentarfilms "Die F.C. Flick Collection - Acht Bilder zum Nachdenken, ob's so weitergeht", Deutschland 2004, Regie: Heinz Peter Schwerfel. Die Ausstellungsbetrachtung in acht Kapiteln zeigte Interviews mit Eugen Blume, Friedrich Christian Flick, Michael Fürst, Klaus-Dieter Lehmann, Pipilotti Rist, Jason Rhoades, Diana Thater und Beat Wyss.



2004


Gegenwelten. Das 20. Jahrhundert in der Neuen Nationalgalerie
Neue Nationalgalerie 18.12.2004 - 22.05.2005
Die Nationalgalerie zeigte in dieser Ausstellung ihre eigene Sammlung, ergänzt um Hauptwerke der Sammlungen Erich Marx und Friedrich Christian Flick, in einer neuen Hängung. Die Kunst des 20. Jahrhunderts wurde hier nicht als reine Abfolge stilistischer Entwicklungen begriffen, sondern durch Setzung starker Positionen und Gegen­positionen in ihrer Sprunghaftigkeit und Widersprüchlichkeit erfahrbar gemacht. Gemälde und Skulpturen wurden ergänzt durch andere Medien, die auch Aspekte der Populärkultur umfassten.


© Vanessa Beecroft



Pour le Mérite. Die Ritter der Friedensklasse im Porträt
Alte Nationalgalerie 15.12.2004 - 06.02.2005
Die Kabinettausstellung zeigte repräsentative Bildnisse von Berühmtheiten des 19. Jahrhunderts, die alle Ritter des Ordens Pour le Mérite in der Friedensklasse waren. Die Idee der Porträtserie stammte von Friedrich Wilhelm IV., der die von Friedrich II. gestiftete Auszeichnung für herausragende militärische Verdienste 1842 um die Friedensklasse erweiterte. Ergänzend präsentierte die Ausstellung Originaldokumente zum Entstehungsprozess der Bilder und zur Ordensgründung sowie das sehr kostbare Ordenszeichen.



»Before the Readymade was Ready to be Ready Made«
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 02.12.2004
Podiumsdiskussion/Panel Discussion zur Präsentation der Ready-mades von Marcel Duchamp in der Ausstellung »Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof« mit Dieter Daniels, Herbert Molderings, Hans de Wolf und Alexander Streitberger.



KinderKunstFest 2004
Kulturforum Potsdamer Platz 21.11.2004
Das KinderKunstFest bot Veranstaltungen für Kinder im Rahmen der 15. Berliner Märchentage. Kinder und ihre Eltern konnten an vielfältigen Workshops und literarischen Ausflügen in die Gemäldegalerie teilnehmen und ein musikalisch-szenisches Bühnenprogramm erleben.



Triumph der Liebe. Dem Dichter Petrarca zum 700. Geburtstag
Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek 19.11.2004 - 16.01.2005
Neben Dante und Boccaccio gilt Francesco Petrarca als der bekannteste Poet Italiens. Seine nachhaltige Wirkung erstreckte sich aber nicht nur auf die Poesie sondern auch auf die Philosophie, Ethik, Kunst, Religion und Politik. Die Ausstellung stellte in Handschriften und Drucken die Weite und Vielfalt des Lebenswerkes von Petrarca vor.

       



Ulrich Rückriem - Skulptur
Neue Nationalgalerie 28.10.2004 - 06.02.2005
Der Bildhauer Ulrich Rückriem schuf 1998 für die obere Halle der Neuen Nationalgalerie eine Skulpturen­installation von 40 flachen, in der Oberfläche unregelmäßig gehaltenen Granitplatten mit einer den Maßen der Bodenplatten der Halle entsprechenden Grundfläche. Die Ausstellung zeigte diese von Minimal und Concept Art geprägte Arbeit in veränderter Form erneut vom Bildhauer selbst installiert. Ergänzend hierzu wurde die 2003 entstandene Skulptur "Denkmal für Mies van der Rohe" auf dem Rasengrundstück seitlich der Neuen National­galerie aufgestellt.


© Foto: Roman März, Berlin



Identität versus Globalisierung? Positionen zeitgenössischer Kunst aus Südostasien
Museen Dahlem, Ethnologisches Museum 22.10.2004 - 30.01.2005
Die Frage nach der Identität stand für viele Künstler Südostasiens im Zentrum ihres Schaffens. Die Ausstellung zeigte 60 Kunstwerke aus zehn südostasiatischen Ländern, die sich u. a. mit kulturellen Spannungen, der Bewahrung des Eigenen im Modernisierungsprozess sowie utopischen Visionen für die Gestaltung von Globalisierung beschäftigten.


© Ly Hoang Ly



Die Macht der Sammler und die Verantwortung der Museen
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 22.09.2004
Anlässlich der Eröffnung der Erstpräsentation der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof veranstalteten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Staatlichen Museen zu Berlin ein Symposium mit Vorträgen und Podiumsdiskussion. Das Symposium befasste sich mit der Rolle der privaten Kunstsammler und Mäzene sowie der Förderer und Freunde für die Existenz der Staatlichen Museen zu Berlin. Es widmete sich zudem der Frage nach der Macht und Moral der Sammler.





Natur als Vision. Meisterwerke der englischen Präraffaeliten
Altes Museum 11.06.2004 - 05.09.2004
Diese Ausstellung widmete sich der englischen Künstlervereinigung "Pre-Raphaelite Brotherhood", zu der sich 1848 sieben junge Künstler und Intellektuelle in London zusammenschlossen. Ihr Vorbild war der naive Stil der Künstler vor Raffael. Die seit der Renaissance entwickelten Kompositionsregeln und Themenvorgaben stellten sie radikal in Frage. Nur noch die Natur in ihrer ganzen Vielfalt wurde als Lehrmeisterin akzeptiert. Dabei interessierten sie sich auch für die neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaft und die modernen Errungenschaften von Fotografie und Mikroskopie.

   
© links: Tate. Presented by Sir Henry Tate, 1894; rechts: Tate. Presented by the National Art Collections Fund, 1946



MuseumsInselFestival 2004 - WeltMusikSommer
Museen Dahlem
Als Begleitprogramm zur Ausstellung "WeltSpielZeug" und im Rahmen des MuseumsInselFestivals spielten im Garten vor dem Sanchi-Tor der Museen Dahlem Künstler aus aller Welt, die zu dieser Zeit das Gesicht und den Sound der Weltmetropole Berlin bestimmten. Die "Jungen Meister" zeigten Vielfalt, Kraft und Reichtum der aufstrebenden internationalen Talente aus den verschiedenen Ethno-Szenen Berlins:
06.06.2004 Culcha Candela
20.06.2004 Rasika Dance Ensemble
04.07.2004 Casino Gitano
18.07.2004 Pina Lopez
01.08.2004 Orientation
15.08.2004 Zoriya
29.08.2004 Rhythmtaxi
12.09.2004 Anastacia Azavedo & Band

       



Michael Snow
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 06.06.2004
Im Rahmen einer großen Retrospektive der Werke des kanadischen Filmemachers, bildenden Künstlers und Musikers Michael Snow, veranstaltet von Freunde der Deutschen Kinemathek e. V. in Kooperation mit der Galerie Barbara Wien, der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof und Freunde Guter Musik Berlin e. V., fand ein Konzert von Klavierimprovisationen und Kompositionen Michael Snows im Hamburger Bahnhof statt.



Piepenbrock Förderpreis für Skulptur 2004: Björn Dahlem. Utopia Planitia II
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 28.05.2004 - 18.07.2004
Für die Preisträgerausstellung der Kulturstiftung Hartwig Piepenbrock erschuf Björn Dahlem raumgreifende Installationen aus Neonröhren, Dachlatten, Styropor und Teppichresten. Seine Werke übertrugen Wissenschaftsmodelle in die Sphäre der Kunst und erzählten von extraterrestrischen Welten und physikalischen Phänomenen.





Berlin North. Zeitgenössische Künstler aus den nordischen Ländern in Berlin
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 31.01.2004 - 12.04.2004
Unter den vielen Künstlern, die seit dem Mauerfall in Berlin lebten und arbeiteten, befanden sich auffallend viele aus den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Die Ausstellung beleuchtete dieses Phänomen der Attraktivität Berlins als Produktionsort für Künstler aus dem Norden anhand von vier Schwerpunkten: "Transformation of Space", "Reconstruction of Nature", "Social Situations" und "Narratives". Dabei zeigte sie die Vielfältigkeit der künstlerischen Ansätze, darunter Malerei, Fotografie, Videoinstallationen, Skulpturen, Soundinstallationen und räumliche Inszenierungen.


© The Icelandic Love Corporation; Foto: Úlfur Grönvold



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